Rastede - Die Fans von Pyrotechnik kamen doch noch auf ihre Kosten. Zwar kleiner als das übliche Feuerwerk, aber immerhin – es knallte, qualmte und brannte in leuchtenden Farben. Und das am Sonntagnachmittag, als auf dem Springplatz des Schlossparks in Rastede ein buntes Showprogramm die Zuschauer zwischen den sportlichen Wettbewerben des 67. Landesturniers unterhielt.

Der übliche Abschluss des Sonnabends, das Feuerwerk „Schlosspark in Flammen“, hatte wegen des katastrophalen Wetters abgesagt werden müssen.

Doch am Sonntag gab es dann die Entschädigung für die Pyro-Liebhaber. Eine Artistik-Gruppe zeigte rasante Kunststücke auf und um einen nostalgischen Trabbi, der von seinem knatternden Zweitakt-Motor angetrieben seine Runden durch den Parcours drehte, während die Hindernisse für den sportlichen Höhepunkt, den Großen Preis aufgebaut wurden.

Bei bestem Turnierwetter verlief der Abschlusstag des großen Familientreffens der oldenburgischen Reitsportliebhaber fast wie geplant – nur dass einige Wettbewerbe mehr angeboten wurden, die kurzfristig vom Regensonnabend auf den Sonnensonntag verlegt worden waren.

Dabei sorgte eine Vielfalt verschiedener Angebote für beste Unterhaltung zwischen den sportlichen Höchstleistungen. So präsentierte die NWZ  ein attraktives Familienangebot mit Hüpfburg, Riesenrutsche und Ponyreiten. Vor den Knatter-Artisten hatte bereits die Niedersachsen-Meute für staunende Begeisterung gesorgt. Dabei handelt es sich um zwei bis drei Dutzend Jagdhunde, die von fünf Reitern vom Pferd aus perfekt geführt wurden – und die am Ende ihrer Demonstration mit unglaublichem Temperament einer zuvor gelegten Duftspur nachjagten.

Gelassen reagierte Organisationschef Torsten Schmidt auf die Frage nach den finanziellen Auswirkungen des Wetter-Desasters. Natürlich fehlten die geplanten Einnahmen des Sonnabend-Abends, doch damit müsse man immer rechnen. Deshalb gelte es grundsätzlich, sparsam zu wirtschaften, um auch solche Belastungen ausgleichen zu können. Wichtig, so Schmidt, sei es, dass die Sponsoren auch in schwierigen Situationen treu zum Landesturnier stünden.

Jürgen Westerhoff