Oldenburg/Elsfleth - Eigentlich ist der drittletzte Landesliga-Spieltag für die Handballerinnen des Elsflether TB optimal gelaufen. Die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami gewann ihr Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Oldenburger TB mit 32:25 (12:13), zugleich verlor der Zweitplatzierte GW Mühlen gegen Spitzenreiter TV Cloppenburg mit 22:28. Der ETB hat nach Punkten zu den Grün-Weißen aufgeschlossen und wieder theoretische Chancen auf den Relegationsplatz.
Doch für ein perfektes Wochenende fehlten am Ende die Tore. Zwar verkürzten die Elsfletherinnen den Rückstand im Torverhältnis auf sieben Treffer, aber Mühlen darf auch noch gegen den abgeschlagenen OTB spielen.
Nur ein Schiedsrichter
Daher hätte ein höherer Sieg in Oldenburg hergemusst. Vielleicht wäre er möglich gewesen, wenn – wie üblich – zwei Schiedsrichter und nicht nur einer die Partie geleitet hätten. „Es war schwierig für ihn“, meinte Adami, „aber manchmal haben wir uns doch sehr über die Entscheidungen gewundert“.
So kam eines zum anderen: Der Schiedsrichter war in einigen Szenen nicht ganz auf der Höhe – gleiches galt für die Elsfletherinnen. Einige Abpraller hatten sie schon sicher in den eigenen Reihen geglaubt, gaben sie aber unnötig wieder her und kassierten dadurch mehrere Gegentore. Zudem scheiterte der ETB mehrmals frei stehend an der guten Oldenburger Torhüterin.
Dann wurde es kurios: Elsfleth führte zur Pause eigentlich mit 13:12, doch der Bediener der Anzeigetafel hatte ein Gästetor als Oldenburger Treffer angegeben. Somit hieß es nach 30 Minuten offiziell 13:12 für den OTB.
Im zweiten Abschnitt wurde der Tabellendritte seiner Favoritenrolle aber doch noch gerecht. Elsfleth warf die ersten sechs Tore. Die Deckung präsentierte sich verbessert.
Schlussspurt
Erst kurz vor dem Ende schrumpfte der Vorsprung auf 27:24, weil sich die Gastgeberinnen nie aufgaben. Doch ein Schlussspurt sicherte den insgesamt souveränen Sieg.
„Das war nicht unser bestes Spiel“, sagte Adami. Dass sein Team vielleicht zu niedrig gewonnen hat, störte ihn nicht. „Wir wollten den siebten Sieg in Folge. Das hatte Priorität. Die Höhe war egal.“ Ohnehin sei der Aufstieg eher zweitrangig. „Wir wollten im ersten Drittel der Tabelle landen. Als Dritter sind wir auf einem guten Weg.“
ETB: von Seggern - van Dreumel (7), Adami (6/2), Finger (5), Matschei (5), Buttelmann (4), Breipohl (3), Thümler (1), Wagenaar (1), Mielke, Krause, Nowack, Oberegger, Dubberke.
S pielstationen: 4:4 (9.), 6:8 (18.), 10:10 (24.), 13:12 (30.), 13:18 (37.), 14:21 (43.), 17:24 (47.), 20:26 (52.), 24:27 (55.), 25:32 (60.).
