Brake - Der Kreissportbund (KSB) Wesermarsch ist daran interessiert, dass in den Städten und Gemeinden im Landkreis Wesermarsch mit höherem Ausländeranteil die Sportvereine sich des Themas Integration besonders annehmen. Das hat jetzt der KSB-Vorsitzende Wilfried Fugel (Nordenham) erklärt.

Der Kreissportbund biete deshalb vor allem Vereinen in Nordenham, Brake, Elsfleth und Lemwerder seine Hilfe an; diese Hilfe könne aber natürlich auch von Vereinen aus den anderen Wesermarsch-Gemeinden in Anspruch genommen werden, betont Fugel.

Hilke Schultze, Leiterin des Projektes „Integration durch Sport“ beim KSB, plant, möglichst umgehend die Vertreter der größeren Sportvereine aus Elsfleth und Lemwerder zu einem Gedankenaustausch einzuladen, wie er jetzt mit Vertretern des SV Brake in der KSB-Geschäftsstelle in Brake stattgefunden hat.

Für den SV Brake ist soziale Arbeit neben dem reinen Sportbetrieb schon lange Alltag, sagte der Vorsitzende Heinz-Wilhelm Bergmann bei diesem Treffen. Neu sei allerdings, dass der Verein seine Bemühungen um die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Personen mit Migrationshintergrund verstärken und neu strukturieren will. Um dazu Tipps zu bekommen, nahmen an dem Gespräch auch der Integrationsbeauftragte des Vereins, Vehbi Sentürkler, sowie die Integrationsbeauftragte des SV Nordenham, Petra Sobel, teil.

Sobel leitet seit einigen Jahren den Integrationsstützpunkt beim SV Nordenham. Besonders vorteilhaft sei, sagte Sobel, dass der SV Brake für dieses sensible Thema mit Vehbi Sentürkler einen Mann gefunden hat, der nicht nur fest im Vereinsleben verwurzelt ist, sondern aufgrund seiner Herkunft auch einen besseren Zugang zur Zielgruppe haben dürfte.