Cloppenburg - Der BV Cloppenburg hat auch sein drittes Heimspiel in der Fußball-Regionalliga gewonnen. Am Sonntag schickte die Mannschaft von Trainer Jörg-Uwe Klütz im Derby den SV Meppen mit einem 2:0 auf die kurze Heimreise (siehe Bericht auf Seite zwölf).
Ihr bestes Heimspiel hatten die Gastgeber vor der Saisonrekordkulisse von 1591 Zuschauern allerdings nicht abgeliefert, auch wenn zum zweiten Mal in der Serie hinten die Null stand. Auch wenn er es öffentlich nicht wahr haben wollte. BVC-Cheftrainer Jörg-Uwe Klütz war nicht entgangen, dass die Zuschauer über weite Strecken einen „Grottenkick“ gesehen hatten.
„Unser Sieg ist verdient. Das hatte ich nach den Trainingseindrücken nicht erwartet. Da waren die Köpfe nach dem 0:5 in Kiel unten. Entscheidend ist, dass wir zurückgekommen sind“, hakte der 44-Jährige, der beim Schlusspfiff kräftig die Fäuste ballte, den Erfolg schnell ab.
Da die Meppener nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Drittligist VfL Osnabrück (2:3) wieder in ein Loch gefallen waren, blieben unzählige Fehler der Cloppenburger im Spielaufbau ungestraft. Wie ein Flummi sprang das Spielobjekt zwischen den Strafräumen hin und her. Fast alle Offensivaktionen waren Zufallsprodukte.
Derweil ging beim BVC die Variante, Kristian Westerveld wieder in der Innenverteidigung an die Seite des soliden Christian Willen zu beordern, auf. David Niemeyer rückte ins Mittelfeld vor. Ganze zwei Möglichkeiten wurden den schwachen Gästen gestattet.
Vielleicht wäre mehr Schwung in die Partie gekommen, wenn Tim Wernke, der allerdings einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, nach neun Minuten getroffen hätte. „Ein frühes 1:0 hätte uns in die Karten gespielt. Wir wussten, dass sich der SV Meppen schwer tut, wenn er das Spiel machen muss“, ärgerte sich Klütz.
Umso erfreuter registrierte der BVC-Übungsleiter, wie seine Einwechselspieler auftrumpften. Der nachverpflichtete Mehmet Kodes war zum zweiten Durchgang für den am Ellenbogen verletzten Bernd Gerdes gekommen und gefiel nicht nur als ballsichere Anspielstation. Seine Flanke nutzte Robin Löpke nur fünf Minuten nach seiner Hereinnahme eiskalt per Direktabnahme zum Führungstreffer (75.). In der Nachspielzeit holte Kodes clever auch noch den Elfer zum 2:0 durch Rogier Krohne heraus.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Welt für die BVC-Anhänger wieder in Ordnung. Anders als noch in der Vorsaison hatten die Cloppenburger Anhänger die eigene Mannschaft, auch als es nicht lief, permanent angefeuert. Es bleibt zu hoffen, dass Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereich künftig konstant erreicht werden.
