Cappeln - In der Volleyball-Verbandsliga hielten sich die Frauen des VfL Löningen achtbar. Beim Spitzenreiter unterlag der Neuling in drei knappen Sätzen.
Volleyball, Frauen Verbandsliga 1: Tecklenburger Land Volleys - VfL Löningen 3:0 (25:23, 25:17, 25:19). Die schlechte Annahme war das große Manko der Löninger an diesem Spieltag. Zwar konnte der Gast den Gegner mit guten Angaben unter Druck setzen und zu Beginn der ersten beiden Sätze eine Führung herausspielen, doch ging dieser Vorsprung durch schlechte Annahmen wieder verloren.
Die Tecklenburgerinnen konnten die dann harmlosen Angriffe des VfL ungestört annehmen und mit Schnellangriffen oder druckvollem Angriffsspiel über Außen den Löninger Block immer wieder ins Leere laufen lassen.
Landesliga 3: SV Cappeln - TSV Westerhausen 2:3 (14:25, 25:16, 25:22, 20:25, 7:15). SV Cappeln - TV Schledehausen 3:2 (25:22, 19:25, 22:25, 25:17, 15:10). Volleyball auf hohem Niveau sahen die zahlreichen Zuschauer in Cappeln. Die drei führenden Mannschaften in der Landesliga schenken sich nichts.
Mit dem Tabellendritten aus Westerhausen bekam es der SV Cappeln – selbst Tabellenzweiter – zunächst zu tun. Die Gäste boten erstmals eine ehemalige kasachische Zweitligaspielerin auf, die mit ihrem Gardemaß von 1,95 Meter überlegen war.
Cappeln begann couragiert, führte 5:1, ehe Westerhausens Neuzugang an der Netzposition aufdrehte. „Da haben wir einfach zu viel Respekt gehabt und uns in der Feldabwehr verkrochen“, sagte Cappelns Trainer Ludger Ostermann. Nach dem Ausgleich zog der Gast auf 14:7 bis zum Satzgewinn mit 25:14 unaufhaltsam davon.
Im zweiten Satz kämpfte sich Cappeln in die Partie zurück. Gerade Libera Julia Döpke und Mannschaftsführerin Sarah Reichenbach „buddelten“ einige scheinbar „tote“ Bälle aus. Mit 25:16 wurde ausgeglichen und im dritten Satz nach sehr engem Spielverlauf aus dem 20:20 dank guter Aufschläge zum 25:22 sogar in Führung gegangen.
Im vierten Satz war ein 4:13-Rückstand aber nicht mehr zu kompensieren. Nach dem 20:25 ging es in den Tiebreak. Hier fehlte Cappeln der Mut zum Risiko, was die Gäste zum 15:7-Erfolg ausnutzten.
Gegen Spitzenreiter Schledehausen gab es viele spannende Spielzüge auf hohem Niveau zu bewundern. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. So siegte Cappeln im ersten Satz mit 25:22 und musste den zweiten Satz mit 19:25 abgegeben.
Das erste Spiel forderte nun seinen Tribut. „Beim Block ins Netz gegriffen, die Annahme zu kurz, leichte Angriffsbälle und Aufschläge verschlagen, war in der Häufigkeit in den vorherigen Sätzen nicht zu sehen“, sagte Trainer Ostermann nach dem mit 22:25 verlorenen dritten Satz.
Cappeln reagierte und brachte mit Pia Loschen eine neue Zuspielerin, Melanie Spark ersetzte die leicht angeschlagene Mannschaftsführerin Sarah Reichenbach, und Anna Lübbe bekam ein neues Betätigungsfeld auf der Diagonalposition. „Mit Hilfe der fantastischen Zuschauer, die die Schwächephase der Cappelner erkannten und uns frenetisch angefeuert haben, haben wir den Bogen dann wieder gespannt“, freute sich Ostermann über den Satzausgleich mit 27:25. Im fälligen Tiebreak lag Cappeln beim Seitenwechsel mit 8:10 zurück, ehe Christine Thole mit sieben platzierten Sprungaufschlägen einen geordneten Angriffsaufbau der Gäste unterband. Somit war beim 15:10 der 3:2-Sieg perfekt.
