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Gerätturnen Spannendes Finale um Friesland-Pokal

Jever - Buchstäblich drunter und drüber und hoch hinaus ging es beim Kreisfinale im weiblichen Gerätturnen der Mannschaften um den Friesland-Pokal 2014. Mit dieser Veranstaltung, bei der es – erstmals in der Sporthalle des Mariengymnasiums in Jever – unzählige Drehungen, Sprünge, Kippen, (Rück-)Schwünge und andere Elemente zu sehen gab, ging das Wettkampfjahr des Turnkreises Friesland traditionell zu Ende.

Unter der organisatorischen Leitung des Kreisfachwartes Reinhard Milter waren vier friesische Vereine – TuS Glarum, TuS Sillenstede, TuS Oestringen und der gastgebende MTV Jever – mit insgesamt 70 Turnerinnen, verteilt auf elf Mannschaften in sechs verschiedenen Wettkampfklassen, an den Start gegangen. „Die Anzahl der Teilnehmerinnen hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht “, freute sich Wettkampfleiter Milter. „Diese Entwicklung zeigt mir, dass das Wettkampfturnen im Team immer noch einen besonderen Anreiz ausübt und nach wie vor beliebt ist.“

Pflicht zum Auftakt

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl war es notwendig, den Wettkampf in zwei Durchgänge zu teilen. Am Vormittag wurden die Pflichtübungen gezeigt, am Nachmittag die Kürübungen. Im ersten Durchlauf hatten die jüngeren Turnerinnen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, im zweiten Durchlauf die älteren Aktiven die Möglichkeit, ihre individuelle Leistung in die Mannschaft einzubringen, um ein möglichst gutes Teamergebnis zu erzielen.

In sechs Wettkampfklassen nach Altersstufen eingeteilt, wurde ein Gerätevierkampf in den Standarddisziplinen der Frauen geturnt: Reck/Stufenbarren, Boden, Schwebebalken und Sprung. „Die zehn Kampfrichter, die die Leistungen der Turnerinnen gerecht und fair bewerteten, sowie natürlich auch die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne, die immer wieder ins Staunen gerieten, erlebten Gerätturnen mit Niveau und Spannung“, erläuterte Milter.

Kreisklasse 6: In dieser Klasse traten zwei Oestringer Teams und eine Jeveraner Mannschaft gegeneinander an. In diesen Teams turnten überwiegend junge Mädchen, die ihre ersten wertvollen Wettkampferfahrungen machen konnten und sichtlich Spaß daran hatten. Der TuS Oestringen II holte sich am Ende verdient den Pokal nach Hause. Der MTV Jever wurde Zweiter vor dem TuS Oestringen I.

Besonders tonangebend waren die Oestringerinnen Luisa Fust, Erin Albers und Lisa Porten sowie die Jeveranerin Solveig Thoß. Luisa Fust gelang dabei ein Kabinettstückchen der besonderen Art: Sie erzielte an allen vier Geräten in der Leistungsstufe P 5 die besten Einzelergebnisse. Am Sprung musste sie sich den ersten Platz jedoch mit Amy Gerhardt (Glarum/Kreisklasse 3) teilen. Beide erhielten dafür eine besondere Urkunde und eine Rose. Solveig Thoß (MTV Jever) konnte derweil am Stufenbarren mit der besten Einzelnote in der Stufe P 6 glänzen. Die Oestringerinnen Marie Fischer und Lisa Porten errangen die Bestnoten am Reck und am Balken in der Stufe P 4.

Kreisklasse 5: Dieser Wettkampfklasse wurde nur durch eine Mannschaft des MTV Jever bestückt. Sie bekam dann auch den Pokal überreicht – die Mädchen freuten sich und hatten strahlende Gesichter. Lara Mattausch war die überragende Turnerin in dieser Mannschaft. Sie brachte hervorragende Ergebnisse in das Team ein.

Kreisklasse 4: In dieser Klasse schenkten sich die Mannschaften aus Glarum und Sillenstede nichts, gaben alles und bescherten den Zuschauern einen spannenden Wettbewerb. Nach dem dritten Gerät war noch alles offen. Erst das Endergebnis nach dem letzten Gerät brachte Gewissheit: Das Team aus Glarum siegte mit einem dünnen Vorsprung von 1,2 Punkten vor den Sillenstederinnen.

Hervorzuheben sind die Leistungen von Sophia Badberg, Nikita Eggers, Raja und Amy Schroeder (alle TuS Sillenstede) sowie Amke Harms, Sontje Dörjes und Joy Oeltermann (alle TuS Glarum). Den Schroeder-Geschwistern gelang es darüber hinaus, die Tagesbestnoten in der Leistungsstufe 4 am Sprung (Raja Schroeder) und am Boden (Amy Schroeder zusammen mit der Jeveranerin Angelique Honing) zu erreichen.

Kreisklasse 3: Hier war nur das Team des TuS Glarum angetreten und konnte den begehrten Pokal verdientermaßen in Empfang nehmen. Die besten Geräte-Einzelergebnisse in der P 6 erreichten Brigit Zumdick (Balken) und Amy Gerhardt (Boden).

Kür zum Abschluss

Am Nachmittag traten die Kürmannschaften an.

Kreisliga 1: In der Kürstufe 3 turnte das Sillensteder Team konkurrenzlos in Richtung Pokal. Während Melanie Hölscher und Julia Beenken immer noch – auch im Training – die Zugpferde sind, beginnen andere Talente wie Nicola Otten, Ylva Conerus und Eske Hanau durch großen Trainingseifer nachzuziehen. Hölscher erreichte die Bestnoten am Sprung, Barren und Balken, Beenken gelang die Bestnote am Boden.

Kreisliga 2: In der Kürstufe 4 kämpften zwei Mannschaften aus Glarum und Jever um den Titel. Das noch wettkampf- und kürunerfahrene Team des MTV Jever turnte im Verlaufe des Turniers wacker, musste sich letztlich aber den Glarumerinnen geschlagen geben. Am Ende war der Vorsprung von fast 25 Punkten nicht mehr einzuholen.

„Ich freue mich über das Engagement der Jeveranerinnen und ihren Neustart im Wettkampfgeschehen“, betonte Milter. „Ich bin sicher, wir sehen in Zukunft mehr von ihnen.“ Hanna Merkel und Wenke Reents (beide TuS Glarum) sicherten sich die Bestnoten am Sprung, Barren und Balken (Hanna) bzw. am Boden (Wenke).

„Am Ende hat sich das anstrengende Training für alle Turnerinnen ausgezahlt“, bilanzierte Milter mit Blick auf die vielen fröhlichen Gesichter bei der Siegerehrung, bei der es für alle Urkunden und Medaillen sowie für einige Rosen gab. „Gerätturnen bleibt ein optischer Magnet, und diese Meisterschaft hat ihren festen Platz im Veranstaltungskalender des Turnkreises“, betonte der Kreisfachwart und sprach von einer „gelungenen Veranstaltung in einer neuen Umgebung“.

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