Von links dribbelt Isolde Saalmann, passt auf Ulla Groskurt, die müsste schießen, schießt – und schießt ein Eigentor. Aber möglicherweise wird kaum jemand die rasanten Sturmläufe der beiden SPD-Parlamentarierinnen sehen. Einmal im Jahr verleihen die niedersächsischen Sozialdemokratinnen den „Frauenpreis“ für hervorragende und beispielhafte frauenpolitische Arbeit. Die an sich lobenswerte Initiative könnte heute allerdings etwas ins Abseits geraten, denn sie wird zeitgleich mit dem WM-Kracher Deutschland-Argentinien angepfiffen. Gegen Zuschauermangel hilft wohl nur ein TV-Gerät. Schließlich haben auch viele Frauen bei der WM ihre Liebe zum Ball entdeckt.
Zu den weiblichen Fußball-Fans zählt auch Ursula Helmhold. Und die Grünen-Fraktionsvize beweist Sachverstand. Unter den „Welt-Trainern“ nimmt sie Platz 63 ein. Mehr als 1000 Teilnehmer hatten bei dem Tipp-Spiel im Internet ihre Top-Elf der WM aufgestellt. Helmhold punktete etwa mit der Nominierung von Ballack und Mertesacker. Auch ihren Mann und die Kinder hat sie in der Zwischenwertung deutlich hinter sich gelassen.
Eine Verschnaufpause vom Fußball gönnten sich einige Landespolitiker. Bei einem Tennis-Turnier für Promis in Braunschweig schlugen auch Finanzminister Hartmut Möllring und Landtagspräsident Jürgen Gansäuer auf. Die CDU-Paarung pfefferte den Gegnern die Filzkugel allerdings nur beim ersten Spiel um die Ohren. Die anderen Partien habe er verloren, gestand Möllring.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Begrüßungskomitee. Beim Sommerfest des Landes in Berlin suchte FDP-Chef Guido Westerwelle vergeblich nach Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Erst als FDP-Landeschef Philipp Rösler die Sache in die Hand nahm, fand „Partyhopper“ Westerwelle den Gastgeber.
