Wildeshausen - Seit über drei Jahren sammelt Jürgen Wiesner zugunsten der fußballspielenden Kinder von Catarman, einem kleinen Ort im Norden der philippinischen Insel Samar.
Der ehemaliger Geschäftsführer von zwei Diskotheken in Wildeshausen, Karl-Heinz kleine Holthaus, hat sich als Frührentner auf die Insel zurückgezogen. Mit den dort ansässigen Kindern gründete er eine Fußballmannschaft, um sie von Armut, Drogen und Kriminalität abzulenken. „Man glaubt gar nicht, wie die Kinder strahlen, wenn die bei mir Fußball spielen können. Das lässt sie vergessen, unter welchen Bedingungen sie teilweise aufwachsen“, berichtet kleine Holthaus.
Im August 2011 berichtete der Auswanderer seinem Bekannten Jürgen Wiesner von seinem ersten Erfolg: Er hatte mit seiner Mannschaft die UEP (University of Eastern Philippines)-Meisterschaft gewonnen. Gleichzeitig berichtete er aber auch davon, dass die Kinder keine richtigen Trikots oder festes Schuhwerk geschweige denn Fußballschuhe haben. Das brachte Wiesner auf die Idee der bekannten Sammelaktion. In drei Jahren sind 24 Pakete mit einem Gesamtgewicht von fast 700 Kilogramm verschickt worden.
Mittlerweile werden rund 400 Kinder auf Catarman trainiert. Nicht bloß Privatpersonen zeigen sich spendabel. 2012 gründeten sechs Wildeshauser Fußball-Fanclubs die Aktion „Rivalen auf dem Platz – gemeinsam für die Kinder Catarmans“. Sie schrieben die Bundesligavereine an und baten um Unterstützung. Neben Werder Bremen, dem Hamburger SV und dem FC Bayern München, hat auch der Deutsche Fußball Bund die Aktion mit reichlich Material unterstützt.
Nach dem Taifun „Haiyan“ 2013 kam ebenfalls finanzielle Hilfe aus Wildeshausen. Unter dem Motto „Wildeshausen hilft den Menschen auf den Philippinen“ kam eine Summe von über 11 000 Euro zusammen, die direkt an Karl-Heinz kleine Holthaus weitergeleitet wurde.
Die Sammelaktion für die fußballspielenden Kinder soll weiter fortgesetzt werden. „Es werden zurzeit sehr viele Sport- und Fußballschuhe in Kindergröße benötigt“, sagt Wiesner. Dennoch benötige man aber auch Spendengelder, um den teuren Transport der vielen Spenden zu sichern, erklärt er weiter. Wer für die Kinder in Catarman noch Fußballequipment abzugeben hat oder wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, der möge sich mit Jürgen Wiesner unter
