Schierbrok - Für Sportlehrer Heiko Buchholz war es „komplett Neuland“. Nein, diese Sportart habe die Grundschule Schierbrok noch nicht gesehen: „Low-T-Ball“ hieß am Mittwoch die Herausforderung für die knapp 90 Erst- und Zweitklässler. Der Niedersächsische Tennisverband (NTV) und der Ganderkeseer Tennisverein (GTV) hatten alles mitgebracht, was zum ersten „Low-T-Ball-Turnier“ in Schierbrok benötigt wurde.
Die Spielidee ist einfach. Auf einem Mini-Tennisfeld gilt es für die beiden Akteure, einen großvolumigen Ball mit einem Tennisschläger unter ein Brett hindurch zu schlagen. Da gebe es relativ schnell Erfolgserlebnisse, weiß Patrick Jersch, zweiter Vorsitzender des GTV. Das ist gewollt: Low-T-Ball soll für den weißen Sport begeistern, gleichzeitig sollen Kinder spielend lernen, wie sie den Ball optimal schlagen müssen.
Beim Turnier in Schierbrok wurden zunächst die Klassensieger bei den Mädchen und Jungen ermittelt, anschließend ging es um die Titel der Jahrgangsbesten. Neben Urkunden für alle Teilnehmer hatten NTV und GTV für die Erst- und Zweitplatzierten Medaillen sowie Gutscheine für eine (zeitlich begrenzte) kostenlose Mitgliedschaft und erste Trainerstunden mitgebracht.
Vor 14 Tagen, so berichteten Jersch und GTV-Jugendtrainer Jan Lintelmann, habe man eine gleiche Aktion bereits an der Grundschule Dürerstraße (Ganderkesee) durchgeführt. Ob Low-T-Ball hilft, Kinder auf den Court zu locken, könne man noch nicht sagen.
Was indes feststeht: Der Wettkampf kam an. Auf die Frage, ob er gefallen habe, antworteten die Kinder wie im Chor: „Ja“.
