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Interview: Spielertypen müssen zusammenpassen

19.07.2010

FRAGE: Herr Krunic, am 19. Mai war für Sie und Ihre Mannschaft die vergangene Saison beendet. Einen Monat früher als im Jahr zuvor. Konnten Sie sich diesmal etwas mehr erholen?

KRUNIC: Ich hatte diesmal zwei Wochen Pause. Aber viel lieber wäre es mir gewesen, wir hätten länger gespielt, als im Viertelfinale der Playoffs auszuscheiden.

FRAGE: Haben Sie so gesehen das Saisonziel verfehlt, möglichst weit zu kommen?

KRUNIC: Positiv waren auf jeden Fall unsere Erfahrungen in der Euroleague und in der Hauptrunde der Saison, als wir überraschend Erste waren. Danach hatten wir natürlich das Ziel, das Halbfinale zu erreichen. Das hat nicht geklappt.

FRAGE: Weshalb wurde dieses Ziel verfehlt?

KRUNIC: Zum einen hatten wir die gesamte Saison über Verletzungsprobleme. Zum anderen fehlte uns in der Endphase etwas die Energie, und wir waren mental etwas müde.

FRAGE: In den beiden vorherigen Spielzeiten haben Sie auf Kontinuität gesetzt und acht bzw. 2009 sogar zehn Spieler aus dem vorhandenen Kader mit in die neue Saison genommen. Jetzt sieht es ganz danach aus, als sollte dieser Weg verlassen werden. Wieso die Richtungsänderung?

KRUNIC: Es gibt zwei Gründe, warum jetzt ein größerer Umbruch stattfindet. Erstens: In der kommenden Saison müssen von den zwölf Spielern des Kaders fünf deutsche sein. Zweitens: In Jason Gardner und Je’Kel Foster haben uns zwei bis dahin das Spiel prägende Akteure verlassen. Darauf gilt es, zu reagieren und eine neue Mannschaft zu konstruieren. Das ist wie bei einem Puzzle: Wir müssen jetzt die Spielertypen finden, die zusammenpassen und eine Mannschaft formen, die ähnlich erfolgreich spielt, wie die der vergangenen Jahre. Dabei legen wir viel Wert darauf, dass es auch in Zukunft menschlich stimmt.

FRAGE: Neben Gardner und Foster verlassen in Jasmin Perkovic und Ruben Boumtje Boumtje auch zwei weitere Sympathieträger den Verein. Glauben Sie, dass die Fans dies verstehen und akzeptieren?

KRUNIC: Sicher hatten die Fans eine besondere Bindung zu diesen Spielern, denn diese hatten guten Kontakt zu ihnen. Aber auch an mir geht so etwas nicht spurlos vorbei, denn ich habe gerne und gut mit diesen Spielern zusammengearbeitet. Man fühlt sich nicht immer gut, wenn diese Wechsel dann wirklich anstehen. Dabei handelt es sich allerdings ja nur zum Teil um Entscheidungen unsererseits, denn einzelne Spieler haben von sich aus den Club verlassen. Solche Situationen gehören im Profisport zum Geschäft.

FRAGE: Sieben Spieler des Kaders stehen fest. Eine entscheidende Position, die des Spielmachers, ist noch vakant. Wann fällt hier eine Entscheidung?

KRUNIC: Vorweg, es ist wichtig, alle Positionen gut zu besetzen, denn sie sind alle entscheidend. Und nun zum Spielmacher: Wir sind intensiv auf der Suche nach dem Spieler, der unseren Vorstellungen entspricht. Dabei werden wir uns nicht unter Druck setzen lassen. Das gleiche gilt für den fünften deutschen Spieler, der noch im Kader fehlt. Aber natürlich haben wir den Markt auch für die verbleibenden Positionen im Blick.

FRAGE: Zum Trainingsbeginn am 15. August wird der Kader vollständig sein?

KRUNIC: Davon gehe ich einmal aus.

ist seit 2007 Trainer der Oldenburger Bundesliga-Basketballer. Vorzeitig wurde im Verlauf der Saison sein Vertrag bis 2012 verlängert. Der 42-jährige Bosnier sorgte mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2009 für den größten Erfolg der Oldenburger Mannschaft.

haben die Oldenburger sieben Spieler für die kommende Saison unter Vertrag: Daniel Hain, Louis Campbell, Acha Njei, Rickey Paulding, Robin Smeulders, Christopher McNaughton und Aron Baynes.

in der eigenen EWE-Arena können die Baskets-Fans ihre Mannschaft am 26. September beim Baskets-Day sehen.

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