Nordenham - Die Volleyballerinnen des SV Nordenham II bleiben das Maß aller Dinge in der Bezirksklasse. Am Wochenende gewannen sie auch gegen Schlusslicht VfL Bad Zwischenahn und den als Tabellenzweiten angereisten MTV Jever jeweils deutlich mit 3:0. Zehn Spiele, zehn 3:0-Siege? Was kann sich ein Trainer mehr wünschen?
Dagegen musste die ebenfalls in der Bezirksklasse spielende Nordenhamer Erste eine deutliche Niederlage hinnehmen. Sie unterlag dem neuen Tabellenzweiten Bürgerfelder TB auswärts mit 0:3. Mit 15 Punkten ist sie Tabellenfünfter. In der Kreisliga landete die Dritte des SV Nordenham derweil einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen die SG Ofenerdiek/Ofen III. Sie belegt mit 21 Punkten den zweiten Aufstiegsplatz. Der Tabellendritte BV Neuscharrel sitzt ihr mit drei Punkten und einem Spiel weniger im Nacken.
Bezirksklasse
SV Nordenham II - VfL Bad Zwischenahn 3:0 (25:9, 25:3, 25:6). Das Spiel nahm laut Nordenhams Trainer Knut Steinhäuser den erwarteten Verlauf. „Es gab kaum richtige Spielzüge“, sagte er. Die Nordenhamer Angaben hätten gereicht, um zu Punkten zu kommen. Nach 40 Minuten war die Partie entschieden.
SV Nordenham II - MTV Jever 3:0 (25:7, 25:7, 25:11). Die Gäste hatten Pech. Sie waren schon ohne ihre gefährlichste Spielerin angereist – und dann verletzte sich nach Steinhäusers Worten die zweite Hauptangreiferin auch noch beim Aufwärmen. Sie musste sogar von ihrem Trainer begleitet ins Krankenhaus.
Jevers „Rumpfmannschaft“ (Steinhäuser) war chancenlos. Auch die wenigen umkämpften Ballwechsel habe seine Mannschaft fast allesamt gewonnen, sagte Nordenhams Trainer. Die Mittelangreiferinnen Manuela Straupe und Sandra Erden verwerteten die Vorlagen von Bianca de Grave konsequent. „Sie haben vor Spielfreude gesprüht“, sagte Steinhäuser und lobte zudem die Einstellung in der Annahme und der Abwehr. Nach 53 Minuten hatte der SVN den Sieg eingetütet.
SV Nordenham II: Kristina Behrens, Sandra Erden, Bianca de Grave, Stefanie Lahrmann, Mareike Markwart, Sabine Meiners, Manuela Straupe, Alexandra Taylor.
Bürgerfelder TB - SV Nordenham 3:0 (25:11, 25:18, 25:19). Die Nordenhamerinnen reisten ersatzgeschwächt nur mit sechs Spielerinnen an. Wechsel waren nicht möglich, Umstellungen schwierig. Außerdem hatten die jungen Svea Thaden und Anna Saalbach unmittelbar zuvor schon in der Dritten gespielt. „Dennoch haben beide überzeugt“, sagte Coach Stefan Plewka.
Weil Stellerin Rebecca Willhuhn fehlte, teilten sich Miriam Mogwitz und Svea Thaden diese Aufgabe. Sie überzeugten mit einem variablen Aufbau. Außerdem fügte sich Gesche Luks in ihrem ersten Spiel nach einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt nahtlos ins Teamgefüge ein.
Allerdings hatte der SVN den ersten Satz verschlafen. Anschließend hielt er zwar mit, aber die fehlende taktische Variabilität aufgrund der Personalnot verhinderte eine Überraschung. Außerdem überzeugten die erfahrenen Bürgerfelderinnen mit einer guten Feldabwehr. Sie entschärften zahlreiche Nordenhamer Angriffe und zwangen die Nordenhamerinnen mit ihrer überlegten Spielweise zu Fehlern.
SV Nordenham: Neriman Büsing, Maja Kramer, Miriam Mogwitz, Anna Saalbach, Svea Schulz, Gesche Luks.
Kreisliga
SG Ofenerdiek Ofen III - SV Nordenham III 0:3 (23:25, 17:25, 17:25). Zunächst hatten die Nordenhamerinnen Probleme. Doch die Mannschaft von Kapitänin Rauschan Kloz zeigte laut SVN-Abteilungsleiterin Alexandra Taylor Kampf- und Teamgeist und entschied den ersten Satz doch noch für sich.
„Im zweiten und dritten Durchgang hat die Mannschaft dann gezeigt, was in ihr steckt“, sagte Alexandra Taylor. Sie freute sich über eine sehr gute Annahme sowie druckvolle Angriffe und Aufschläge. Logisch Konsequenz: ein glatter Sieg.
„Das Zusammenspiel war super. Jede hat für jede gekämpft“, sagte Trainerin Lyndzey Mowatt. Die Mannschaft habe die Trainingsinhalte toll umgesetzt.
SV Nordenham III: Anna Saalbach, Rauschan Kloz, Svea Thaden, Hannah Uhlhorn, Bele Wegner, Lena Immens, Hannah Lorenz, Kira Harzmann.
