[SPITZMARKE] - INNSBRUCK/SID - Über vier Jahre nach dem tödlichen Unfall der früheren Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud im Training auf dem Pitztaler Gletscher ist der deutsche Ski-Trainer Markus Anwander von jeglicher Mitschuld freigesprochen worden. Das Oberlandesgericht Innsbruck revidierte damit ein vorangegangenes Urteil des Landgerichts der Tiroler Hauptstadt, die dem Coach des Deutschen Skiverbandes (DSV) in erster Instanz eine 50-prozentige Mitschuld zugesprochen hatte. Cavagnoud war am 19. Oktober 2001 bei einer Trainingsfahrt mit Anwander zusammengestoßen. Die Französin erlag zwei Tage später ihren schweren Kopf- und Hirnverletzungen.
Die österreichischen Richter sahen es nun als erwiesen an, dass Anwander damals aufgrund einer Absprache mit den französischen Trainern Xavier Fournier und David Fine davon ausgehen konnte, dass das Training zur Präparierung des Kurses unterbrochen war. Fournier und Fine müssen Anwander nun eine Schadenersatzsumme von 112 000 Euro zahlen.
