[SPITZMARKE]BERLIN - BERLIN/DPA - Der Befreiungsschlag von Lukas Podolski traf Hertha-Trainer Falko Götz wie ein Hammer. Nach dem 2:4 der Berliner gegen Köln, an dem FC-Liebling „Poldi“ mit zwei Toren und einer Vorlage den größten Anteil hatte, rang der 43-Jährige nahe den Tränen um Worte. „Im Augenblick kann ich es nicht verstehen“, äußerte der nach 13 sieglosen Pflichtspielen in Folge gezeichnete Trainer . Durch „individuelle Fehler“ und „kopflos“ (Götz) stürzte sich sein Team erneut ins Verderben.

Der Ärger der Fans fokussiert sich vor allem Richtung Management: „Hoeneß raus“, skandierten Anhänger noch lange nach dem Abpfiff und konnten nur von Ordnern und Polizei davon abgehalten werden, direkt zu Hoeneß in den Ehrengast-Bereich zu marschierten.

Nicht nur die treuen Fans sahen: Das Gebilde Hertha funktioniert nicht mehr. Hierarchie und Mischung sind kontraproduktiv. Zudem hatte die Mannschaft Pech: Kevin Boateng traf zweimal den Pfosten, dazu versiebten die immerhin kämpfenden Berliner zahlreiche Chancen.

Doch nur Marco Pantelic traf das Tor (56./83.). Die Treffer von Podolski (53./75. Minute), Marko Streller (54.) und Matthias Scherz (87.) beendeten Kölns schwarze Serie von 18 sieglosen Ligaspielen. „Wenn man schlecht spielt, muss man dazu stehen. Aber ich weiß, was ich kann und habe mir keine großen Sorgen gemacht“, kommentierte Podolski äußerlich unbeeindruckt

den Befreiungsschlag.