[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]GANDERKESEE - GANDERKESEE/KK - Zur Zukunft von Werder Bremens Abwehrchef Valérien Ismaël ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es bestehe durchaus noch Hoffnung, dass der von Bayern München umworbene Starspieler bei den Grünweißen bleibt, sagte Werders Torwarttrainer Dieter Burdenski gestern in Ganderkesee. „Budde“ war auf Einladung der NWZ zur Gewerbeschau auf dem Airfield-Gelände gekommen – und stellte sich hier den Fragen von Norbert Wahn, Chef vom Dienst der NWZ .
Wie groß die Popularität Burdenskis auch 17 Jahre nach dem Aktiven-Abschied aus dem Werder-Tor ist, sollte sich schnell zeigen: Seine etwa 150 Autogrammkarten gingen weg wie warme Semmeln, am Ende unterschrieb er auf Eintrittskarten. 481 mal hatte Burdenski bei Bundesliga-Spielen im Tor gestanden (444 mal in dem von Werder), zwölfmal spielte er in der Nationalmannschaft.
Logisch, dass Norbert Wahn den Promi nach dem Pokalfinale befragte. Schalke, so das Fazit von Burdenski, habe zu wenig getan, um die Bayern in Schwierigkeiten zu bringen. „Wir wären der stärkere Gegner gewesen.“
Mit dem dritten Platz der Bremer in der ersten Liga zeigte sich Burdenski unterm Strich zufrieden – schließlich habe man am Anfang der Saison Verletzungspech gehabt. Auch habe, anders als im Meisterjahr, das notwendige Quentchen Glück gefehlt.
Als „eine Riesensache“ bezeichnete der 54-Jährige die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Auch die Wirtschaft werde davon profitieren, zeigte er sich überzeugt. Als negativ empfindet der gebürtige Bremer, dass nicht an der Weser gekickt wird. Burdenski hatte sich vor kurzem den WM-Spielort Kaiserslautern angesehen. Sein Fazit: Bremen sei eine Klasse besser.
Deutschland, so warnte Burdenski vor übertriebenen Hoffnungen bei der WM, habe „nicht die tolle Überfliegermannschaft“. Natürlich sei alles möglich – und eine WM im eigenen Land könne beflügeln und Kräfte freisetzen. Allerdings solle der Teilnahme nicht zu verbissen gesehen werden.
Übrigens: Burdenski kennt nicht nur Ganderkesee, sondern auch den Ort des Interviews. In der Airfield-Halle habe er früher schon Tennis gespielt, erinnerte er sich. Ansonsten sei ihm von Ganderkesee der Flugplatz bekannt – und natürlich auch der Fasching.
