[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/OG - Mit der sofortigen mündlichen Kündigung der Spielerinnen Maike Högemann, Mareike Berk und Lena Lamping haben die internen Querelen bei den Zweitliga-Handballerinnen des TV Cloppenburg gestern Abend ein unrühmliches Ende gefunden. Auch abschließende Gespräche zwischen dem Trio und TVC-Trainer Frank von Häfen blieben ohne eine Einigung. Damit zogen die Spielerinnen die Konsequenzen aus den Meinungsverschiedenheiten mit dem Trainergespann Robert Kalucki und von Häfen. In der kommenden Woche soll die schriftliche Vertragsauflösung erfolgen.

Ausschlaggebend für diesen Schritt seien „eine zerstörte Vertrauensbasis und fehlende Perspektiven“, erklärten die Spielerinnen gestern auf Anfrage der NWZ . Nach einer Besprechung am vergangenen Montag zwischen Högemann, Berk und den beiden Trainern – auch Lena Lamping hatte teilgenommen – über das eigenmächtige Fernbleiben bei der Partie in Berlin, schienen sich die Wogen geglättet zu haben. „Am nächsten Tag mussten wir dann in der Presse haarklein lesen, was das Gespräch vom Vortag ergeben hatte. Da waren wir schon geschockt, denn für uns war das eindeutig ein interner Vorgang, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war“, erklärt Berk.

Nach der Unterredung, auf deren Einzelheiten die Spielerinnen nicht näher eingehen wollten, sah das Trio keinerlei sportliche Perspektiven mehr für sich beim Zweitligisten. „Nach dem Gespräch wussten wir woran wir handballerisch sind, und das war ernüchternd“, begründete Högemann, der dieser Schritt sehr schwer gefallen sei.

„Für die Mannschaft tut es uns sehr Leid, aber es war eine Entscheidung des Verstandes. Wir sind in weiteren Gesprächen mit der Teamleitung auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen“, so die Oldenburgerin, die den TVC-Verantwortlichen ihren Abschied zum Ende der laufenden Saison bereits beim Hölker-Cup am 2. Januar mitgeteilt hatte.

Endgültige Klärung der Lage sollten gestern Telefonate zwischen von Häfen und den betroffenen Spielerinnen bringen. Diese blieben aber ergebnislos. „Danach hatte ich das Gefühl, dass ich nicht gebraucht werde. Das hat meinen Entschluss dann auch bekräftigt“, sagte Berk. „Nach all den Gesprächen sehe ich überhaupt keine Chance auf Spielanteile. Zudem spielt bei mir der Zeitfaktor eine große Rolle, denn derzeit lässt sich mein Studium kaum mit dem Sport verbinden“, begründete die 20-jährige Lamping ihren Entschluss.

TVC-Coach Robert Kalucki bedauerte den Rücktritt: „Da sind verschiedene Vorstellungen und Meinungen aufeinander getroffen, die sich nicht auf eine Linie bringen ließen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“ Sein Gespann-Kollege von Häfen gab derweil keinen Kommentar ab.