[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPI - GANDERKESEE/MTN - Birgit Paetz ist die erste, doch viele weitere sollen dem Beispiel der 41-Jährigen folgen, hofft Stefan Ploch. Der Konrektor der Förderschule am Habbrügger Weg ist zugleich Koordinator für den Ganztagsschulbetrieb. Als solcher ist er auch auf der Suche nach ehrenamtlich tätigen Betreuern, die mithelfen, das seit drei Jahren laufende Ganztagsangebot auszuweiten.
Dabei hofft Ploch auf ebenso viel Spontaneität wie bei Birgit Paetz. Erst am Mittwoch hatte sich das Engagement der Hausfrau in einem Gespräch ergeben. Und gestern, nur einen Tag später, stand sie schon mit einigen Schülern in der Sporthalle, um sich umzusehen und die Tischtennisplatte ein erstes Mal aufzubauen. Ab kommendem Mittwoch will sie die Schüler in der „Mittagsfreizeit“ einmal in der Woche an den Sport heranführen – zunächst durch Tischtennis.
„So habe ich die Möglichkeit, die Schüler kennen zu lernen, bevor ich nach den Sommerferien eine Sport-AG anbiete.“ Die ursprüngliche Planung der Mutter einer Grundschülerin sah nämlich eine Mitarbeit im FreiwilligenForum „Mach mit“ erst zum nächsten Schuljahr vor. Dann will die Hobbyläuferin mit den Schülerinnen und Schülern Joggen gehen. Als Laufbetreuerin beim TSV Ganderkesee, wo sie seit mehr als 20 Jahren Mitglied ist, bringt sie beste Voraussetzungen mit. Dort joggt sie allerdings bisher nur mit Erwachsenen. „Die Arbeit mit Jugendlichen ist neu für mich“, gibt Paetz unumwunden zu, die in der ersten Zeit „mit einem sehr großen Ansturm“ rechnet.
Anders als beim Schulform übergreifenden Wahlangebot richtet sich die Mittagsfreizeit zunächst nur an Schüler der Förderschule. Während für Ersteres Geldmittel zur Verfügung stünden, so Ploch, müsse die Mittagsfreizeit von 13.20 bis 14.10 Uhr ehrenamtlich organisiert werden.
Für den Konrektor ist Birgit Paetz jedenfalls „ein ganz tolles Beispiel“. Und die 41-Jährige selbst macht anderen Erwachsenen Mut, es ihr gleich zu tun: „Es ist allemal einen Versuch wert. Wenn es nicht klappt, ist das auch nicht so schlimm. Wenn es aber klappt, ist das natürlich viel besser.“
