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NWZonline.de Sport

NFL: Fälschungen, Drohnen und ein exklusiver Club

02.02.2019

Atlanta (dpa) - Kurioses und Wissenswertes zum 53. Super Bowl der Football-Profiliga NFL zwischen den New England Patriots und Los Angeles Rams in Atlanta.

AUFGEHEIZT: Als am Dienstag zahlreiche Flüge in Atlanta wegen Kälte und Eis gestrichen werden mussten, fühlten sich viele Bewohner der Metropole in Georgia an den bislang letzten Super Bowl in ihrer Stadt erinnert. Ein Eissturm hatte das NFL-Finale 2000 zu einer frostigen Angelegenheit gemacht. Doch wiederholen dürfte sich das nicht: Inzwischen sind für Sonntag (Ortszeit) frühlingshafte 15 Grad vorhergesagt. So besteht eine realistische Chance, dass im 1,5 Milliarden US-Dollar teuren Mercedes-Benz Stadium das Dach geöffnet sein wird.

FALSCHES SPIEL: Der Super Bowl ist nicht nur für die NFL ein lukratives Geschäft. Mit gefälschten Trikots, Kappen und Tickets versuchen Händler auch in Atlanta, Geld zu machen. Seit dem vorigen Finale der US-Profiliga seien 285.000 NFL-Artikel im Wert von 24,2 Millionen US-Dollar sichergestellt worden, berichteten die Behörden diese Woche - ein Anstieg um mehr als 50 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

SCHREIBWÜTIG: Das Selbstverständnis der beiden Teams zeigt sich auch in der Gestaltung ihrer eigenen statistischen Handbücher für das Spiel. Während die Rams - erstmals seit 2002 wieder im Super Bowl - sich auf schlanken 22 Doppelseiten präsentieren, kommt der Fünffach-Sieger New England mit einem Band in Telefonbuch-Dicke daher.

TREUE FANS: Don Crisman (82), Gregory Eaton (79) und Tom Henschel (78) gehören einer ganz besonderen Vereinigung an - dem "Niemals-einen-Super-Bowl-verpassen-Club". Die drei sind die einzigen bekannten Fans, die seit der ersten Auflage 1967 alle NFL-Finals im Stadion verfolgt haben und natürlich nun auch in Atlanta dabei sind. Die Tickets vor 52 Jahren in Los Angeles kosteten noch zwischen sechs und zwölf US-Dollar, erinnerte sich das Trio bei einem gemeinsam Treffen. Nun zahlte Eaton 2000 Dollar für seine Karte.

VERWECHSLUNGSGEFAHR: Die Zwillinge Devin und Jason McCourty stellen nicht nur ihren Trainer Bill Belichick durch ihre Ähnlichkeit vor Probleme. Auch die Journalisten waren durchaus verwirrt, als die beiden Verteidiger der New England Patriots zur Interviewrunde jeweils das Trikot des anderen trugen. Und selbst Rob Gronkowski fiel darauf herein: Ihr Mitspieler wollte Jason begrüßen, der sich dann aber als Devin herausstellte.

GEFAHR VON OBEN: Eigentlich herrscht rund um das Finalstadion für Drohnen absolutes Flugverbot. Es seien aber alleine am Donnerstag ein halbes Dutzend dieser Flugverbote eingezogen worden, berichtete die US-Bundespolizei FBI am Freitag (Ortszeit). Die Drohnen sind nicht erlaubt, weil sie bei einem möglichen Absturz Zuschauer verletzen oder gleich eine Terrorgefahr darstellen könnten.

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