SPORTGEFLüSTER - Dass sich Durchhaltevermögen und Leidensfähigkeit auch für Fans des Fußball-Oberligisten VfB Oldenburg auszahlen, bewies am Sonntag beim historischen 11:1-Erfolg gegen den Heesseler SV Jens Segebade auf eindrucksvolle Weise. Dieser hatte – wie berichtet – bei der manuellen Bedienung der Anzeigentafel im Marschwegstadion buchstäblich alle Hände voll zu tun und bewies in Ermangelung einer dritten „1“ sowie einer Vorrichtung für ein zweistelliges Ergebnis Ideenreichtum und Ausdauer. So avancierte Segebade, dem gegen Ende der Partie Peter Serwuschuk vom Fanclub „Blaue Zitrone“ helfend zur Seite sprang, zum absoluten Publikumsliebling. Dabei wollte er seinen Job am Spielfeldrand in der für den VfB katastrophalen Rückrunde der vergangenen Saison schon hinschmeißen, weil er glaubte, den Blau-Weißen Unglück zu bringen. VfB-Vorstand

Stephan Wulf konnte Segebade aber zum Weitermachen motivieren. Dass dieser für die kommenden Spiele nun einen zweiten Nagel auf VfB-Seite sowie eine dritten Zahlensatz zur Verfügung gestellt bekommt, wollte Jörg Rosenbohm indes offiziell nicht bestätigen. „Ein solches Ergebnis wird es so schnell nicht wiedergeben“, prophezeit der Zweite Vorsitzende, der die Spiele des VfB seit seinem achten Lebensjahr verfolgt und sich an ein Endergebnis in ähnlicher Höhe nicht erinnern kann.

Auch ein massives Konkurrenz-Programm in der Stadt konnte Oldenburgs Basketball-Freunde nicht davon abhalten, sich einen ersten Eindruck vom neuen Team der EWE Baskets zu verschaffen. 2500 Fans waren zur Saisoneröffnung des Erstligisten gekommen, um das Testspiel gegen Leuven (79:56) zu verfolgen. „Es war eine gelungene Veranstaltung, die gezeigt hat, wie hungrig die Fans auf Basketball sind“, freute sich Geschäftsführer Hermann Schüller.

Während der Partie fehlte ein Mitglied des Baskets-Teams: Maskottchen Hubird. Aufgrund einer Verletzung musste rasch für Ersatz gesorgt werden, und pünktlich zur Autogrammstunde war auch der gefiederte Vertreter im Trikot mit der Nummer 1 wieder präsent.

Thomas Braumann (Bremen) bleibt zwei weitere Jahre Präsident der Basketball-Bundesliga (BBL). Als Vizepräsidenten fungieren wie bisher Marko Beens (Artland Dragons) und der ehemalige EWE-Baskets-Manager Jens Brämer (Köln 99ers).