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Sporthalle ein trojanisches Pferd

Betrifft:

„Sporthalle mit Internat nebenan“ (NWZ vom 3. Juni)

Bewegung, Bewegung, Bewegung! So tönt es doch seit einiger Zeit Kindern und Jugendlichen entgegen. Zu Recht, denn Untersuchungen zeigen, dass eben viele an Bewegungsmangel leiden und sich obendrein noch falsch ernähren.

Was hat das nun mit den schönen Plänen für ein Sportinternat zu tun? Ganz einfach, weil dieses geplante Gebäude auf dem Schulhof (...) ca. 5000 qm Fläche beanspruchen wird. 1600! bewegungshungrige Schüler des Schulzentrums müssten bei Realisierung dieser Pläne auf Spiel- und Bolzfläche verzichten. (...)

Darüber hinaus wollen das Neue Gymnasium (NGO) und die Hauptschule Alexanderstraße ab dem neuen Schuljahr 2008/09 ihren Ganztagsbetrieb aufnehmen, für den sie zwar eine Mensa benötigen, aber die ließe sich auch anders realisieren. Schleierhaft bleibt auch, wo denn Ausgleichsflächen zur Kompensation herkommen sollen, aber das lässt Ihr Artikel ja auch freundlich im Dunkeln. Im Interesse aller Schüler und Lehrer kann man nur wünschen, dass der Schulausschuss dann doch diese Idee an die Maastrichter Straße verweist, denn dort wäre Platz genug! Den ohnehin schon engen Gestaltungsraum am Schulzentrum sollten die Verantwortlichen lieber nutzen, um das Elend von Wanderklassen zu beenden und den Schülern durch eine vorbildliche Pausenhofgestaltung mannigfache Bewegungsangebote zu machen.

Klaus Hillenstedt

Oldenburg

*

Bei der Planung für eine neue Sporthalle am Schulzentrum Alexanderstraße hat man an alles gedacht. 400 Tribünenplätze sind vorgesehen und 90 Parkplätze. Die sollen also für eine solche Sporthalle in einem Gebiet ausreichen, das jetzt schon zu wenig Parkplätze aufweist. (...)

An die Schüler müsse man ja auch noch denken: „Der Verlust von Flächen für den Pausensport und den Spielplatz müsse kompensiert werden“. Was bedeutet das? Die Schülerinnen und Schüler sind Nebensache. Für den in der heutigen Zeit dringenden Ausgleich (Bewegungsmangel) für die Schuljugend gibt's nur eine Notlösung?

Helga Wittig-Aßmus

Oldenburg

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Wie soll ich als Fachobmann für Sport am Neuen Gymnasium, der seit Jahren die unzureichende Sporthallensituation am Schulzentrum bemängelt, jemandem klar machen, dass ich diese „Halle” (...) nicht will? (...)

Bei einem Schulzentrum mit ca. 1600 Schülerinnen soll die Hälfte der Pausen- und Spielfläche den Bedürfnissen eines Vereins geopfert werden! Stellt uns der VfL dann den Sportplatz für die Pausen zur Verfügung? Was zählt mehr: VIPs, Parkplätze und Profisport oder die tagtäglichen Bewegungsinteressen unserer Jugend und Schülerinnen? Nebenbei, an die Adresse der Grünen: Dazu müssten über 30 zum Teil sehr große Bäume gefällt werden! Werden die Grünen hier auch schwarze Kreuze anbringen (s. Heiligengeistwall)?

(...) Ich gönne dem VfL absolut ein (gesponsertes) „Veranstaltungszentrum”, aber an der richtigen Stelle! Und das wäre an der Maastrichter Straße. Dort könnte dann gleich auch – für VfL und VfB – eine Fußballarena errichtet werden. Als Ausgleich für das kostenfreie Gelände könnte die Stadt das VfL-Gelände übernehmen (Platz plus alte Robert-Schumann-Halle) und das Schulzentrum hätte (fast) alle Sportprobleme gelöst.

(...) Die Stadt – als Schulträger – ist dafür verantwortlich, dass die materiellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen gegeben sind – und nicht irgend ein „Trojanisches Pferd”. Womit wir die Anfangsfrage geklärt hätten.

Otto Krippner

NGO-Fachobmann für Sport

Oldenburg
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