Stenum - Aus der Sportszene im Landkreis Oldenburg ist er nicht mehr wegzudenken. Seit 1989 ist er Vorsitzender des VfL Stenum. Für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet. An diesem Dienstag wird Johannes Knese 75 Jahre alt.

Aufgewachsen ist Knese mit vier Geschwistern in Holte-Lastrup (Emsland). Er wurde zunächst Landwirt. 1959 schulte er zum Feinmechaniker um – im Berufsförderungswerk in Bookholzberg. Hier fand der Emsländer eine neue Heimat. Beruflich machte er später bei ERNO-Raumfahrttechnik Karriere.

Knese ist mit Fußball groß geworden: Anfang der 1970er-Jahre zog es ihn zum VfL Stenum. 1974 – Deutschland wurde zum zweiten Mal Fußballweltmeister – wählten ihn die Mitglieder in den Vorstand. 15 Jahre später war er 1. Vorsitzender. „Damals hatten wir einen Sportplatz. Heute sind es sechs“, erzählt er stolz. Die Mitgliederzahl stieg von knapp 800 auf derzeit 1800. Heute nehmen knapp 40 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Der Umbau des Vereinsheims wurde gerade abgeschlossen. Hans Knese war lange Zeit Trainer der 1. Herren-Mannschaft. Er ist als Schiedsrichter und nicht selten als Platzwart aktiv. Als sein „Meisterstück“ bezeichnete er selbst den Bau der Sporthalle in Altengraben. „Dafür haben wir lange gekämpft.“ Die Liste der Auszeichnungen reicht vom Ehrenpreis der Gemeinde bis zur Ehrennadel des Landes, verliehen vom Ministerpräsidenten persönlich.

Nach der großen Feier vor fünf Jahren will er seinen Ehrentag an diesem Donnerstag eher in kleiner Runde begehen: mit gut 70 Gästen im „Ferienlager“ auf Baltrum.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent