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Sieg gegen SV Meppen Spätes Tor lässt Jeddeloher jubeln

Harter Kampf um den Ball: Jeddelohs Julian Bennert (Mitte) behauptet sich im Zweikampf mit Meppens (von links) Sander van Looy und Tim Möller

Harter Kampf um den Ball: Jeddelohs Julian Bennert (Mitte) behauptet sich im Zweikampf mit Meppens (von links) Sander van Looy und Tim Möller

Volkhard Patten

Jeddeloh - Ein frühes und ein spätes Tor zum Glück: Das Heimdebüt des SSV Jeddeloh in der Fußball-Regionalliga endete mit einem Heimsieg. Am Mittwochabend gewannen die die Ammerländer mit 2:1 (1:0) gegen den SV Meppen und betrieben vor den eigenen Fans etwas Wiedergutmachung für die heftige 0:7-Pleite zuletzt bei Phönix Lübeck. „Wir haben das 0:7 vergessen gemacht“, sagte ein euphorischer SSV-Trainer Key Riebau nach dem Spiel: „Das war ein emotionales Ende für so ein tolles Spiel, als wir eigentlich auch mit dem einen Punkt zufrieden gewesen wären.“

Hatten mit dem Team viel aufzuarbeiten: Jeddelohs Trainer Key Riebau (links) und Analyst Benjamin Rabe nach der 0:7-Pleite am Samstag bei Phönix Lübeck.

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Lars Puchler
Jeddeloh

Nur eine Veränderung

Im Vergleich zum 0:7 in Lübeck hatte der Coach nur eine personelle Veränderung vorgenommen. Für Mohammed Sultani rückte Konstantin Engel in die Startelf. Die Gastgeber zeigten aber früh die gewünschte Reaktion. Bereits nach fünf Minuten brachte Marcel Gottschling die Jeddeloher vor 1565 Zuschauern mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung.

Die Ammerländer waren nah an ihren Gegenspielern dran, übten gezielt Druck aus und gewannen die meisten Zweikämpfe. Meppen hingegen fand überhaupt nicht ins Spiel und leistete sich zahlreiche Ballverluste. Chancen blieben somit auf beiden Seiten im ersten Durchgang der von vielen Fouls geprägten Partie Mangelware. Gottschling erneut aus der Distanz (17. Minute) und Meppens unter der Woche präsentierte Zugang Christopher Schepp (20., 24.) schossen daneben.

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Nach der Pause verloren die Jeddeloher ein wenig die Ordnung, hatten durch Simon Brinkmann (46.) und Gottschling (48.) erste Halbchancen. Jubeln durften aber die Gäste. Bei einem Abschluss von Daniel Haritonov stand Leon-Michel Hahn im Weg, Schiedsrichter Marco Scharf entschied auf Handelfmeter. Den verwandelte Kapitän Willi Evseev (54.) zum Ausgleich.

Viele Fouls

Danach wurde die Partie hitzig – viele Fouls, viele Diskussionen prägten nun den Spielverlauf. Vor den Toren herrschte jedoch mehr Betrieb als vor der Pause. Marek Janssen scheiterte bei zwei Kontern am Außennetz (58.) und an SSV-Torhüter Felix Bohe (69.). Für Jeddeloh setzte Elario Ghassan einen Volley über das Tor (67.).

Die Partie kippte nun immer mehr in Richtung der Gäste, die Jeddeloher bezahlten den Preis für die hohe Intensität bis dahin. Ein verunglückter Flankenball von Jonathan Wensing landete an der Latte (74.). Einen Kopfball von Lukas Eixler (84.) parierte Bohe in höchster Not.

Hitzige Schlussphase

In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Meppens Bruno Gabriel Soares sah die Gelb-Rote Karte (90.+1). In Überzahl gelang den Jeddelohern dann noch der Lucky Punch. Mit einer Bogenlampe erzielte Jannik Dellwisch den umjubelten Siegtreffer (90.+3). „Gegen die größten Gegner will man sich besonders beweisen – und das sind nun mal Meppen und der VfB Oldenburg“, sagte Riebau: „Das ist einfach ein toller Erfolg für die Mannschaft und die Gemeinschaft.“

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SSV Jeddeloh: Bohe – Becken, von Aschwege, Hahn, Engel, Hadhiev – Ghassan, Gnerlich (90.+4 Chiarodia), Gottschling (65. Krolikowski) – Brinkmann (79. Dellwisch), Bennert (86. Schaffer)

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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