Bühl/Nordenham - Es hat nicht ganz gereicht: Gerätturner Keno Filzmoser aus Nordenham hat den Einzug in die 3. Bundesliga zusammen mit neun weiteren Athleten aus Niedersachsen verpasst. Gemeinsam traten sie am Wochenende für den TuS Vinnhorst in Bühl (Baden-Württemberg) gegen fünf andere Riegen an, belegten aber nur den sechsten Rang. Die drei besten Teams qualifizierten sich für die dritthöchste deutsche Liga.
Der TuS Vinnhorst hatte das Startrecht des Niedersächsischen Turnerbundes übernommen und dafür die zehn besten Athleten aus der gerade abgelaufenen Landesliga-Saison nominiert. In jeder der sechs Disziplinen gingen dann je vier Turner an den Start. Keno Filzmoser von der Startgemeinschaft Oldenburger TB/SV Nordenham durfte am Reck und am Barren sein Können unter Beweis stellen. „Er hat seine Übungen hervorragend durchgeturnt“, sagte sein Heimtrainer Wolfgang Stelling. Am Barren erzielte der 15-Jährige sehr gute 11,35 Punkte, am Reck immerhin auch noch 8,70 Punkte.
Stelling lobt
Zu mehr als Platz sechs reichte es aber nicht. „Wir hatten leider etwas Pech am Reck und am Barren“, sagte Stelling, der als einer von mehreren Vereinstrainern das Vinnhorster Team begleitet hatte. In beiden Disziplinen gab es jeweils zwei Stürze, die wertvolle Punkte kosteten. „Alle haben sich viel Mühe gegeben, aber es hat am Ende halt nicht gereicht.“
Die siegreiche Mannschaft war die zweite Vertretung des TSV Monheim (276,60 Punkte) – gefolgt von der TSG Bachsnang (275,10) und dem TV Wangen/Eisenhardt (274,15). Diese drei Teams starten nächstes Jahr in der 3. Bundesliga.
Eventuell qualifiziert sich auch noch der Viertplatzierte TV Hösbach (266,75), sofern sich noch eine Mannschaft der 3. Liga zu einem Rücktritt entschließt. Zumindest der fünfte Platz, den letztlich TuS Ober-Ingelheim (255,40) belegte, sei nach Stellings Meinung für Vinnhorst (248,90) ohne die Abstürze möglich gewesen.
Ebenbürtig
„Eigentlich war der vierte Platz unser Ziel“, so Stelling. In vier Disziplinen habe sich das Team ebenbürtig mit der Konkurrenz gezeigt, am Reck und am Barren aber Schwächen offenbart. „Dieser Wettkampf war für unsere Turner aber eine wertvolle Erfahrung“, sagte Stelling. Im nächsten Jahr wolle das junge Team erneut angreifen. Als Ersatzturner war auch der Nordenhamer Maximilian Völker mit nach Bühl gereist. Er kam aber nicht zum Einsatz.
