Cloppenburg - Bundesliga-Atmosphäre in der Cloppenburger Sporthalle an der Leharstraße. Gut 300 Zuschauer sahen den 4:3-Erfolg des 1. FC Mülheim gegen den 1. BC Bonn-Beul zum Saisonauftakt in der Badminton-Eliteliga – die NWZ berichtete.
Bonn-Beuel startete mit einem Erfolg im ersten Herrendoppel, als Erijk Meijs und Neuzugang Akshay Dewalkar sich gegen Robin Tabeling und Zvonimir Hölbling 11:9, 12:10, 11:9 durchsetzten. Im Damendoppel bezwangen die Bonnerinnen Birgit Michels und Hannah Pohl die Olympionikin Johanna Goliszewski und Lara Käpplein mit 8:11, 11:9, 11:9 und 11:9. Die Bonner 3:0-Führung machte Luise Heim mit ihrem Sieg im Einzel über Gayle Mahulette mit 11:9, 11:6, 11:7 perfekt.
Doch Mülheim gab nicht auf. So gewann das zweite Herrendoppel Niluka Karunaratne und Russel Muns 11:7, 11:8 und 11:9 und verkürzte auf 1:3. Im Mixed war Bonn dem entscheidenden vierten Sieg nahe, als Johanna Goliszewski und Robin Tabeling Satz eins mit 6:11 gegen Birgit Michels und Akshay Dewalkar verloren. Mit zwei begeisternden Sätzen drehte Mülheim mit 15:13 und 12:10 die Partie, denn Goliszewski/Tabeling hatten nun gegen demoralisierte Bonner mit 11:3 leichtes Spiel und verkürzten auf 2:3.
Die endgültige Wende leitete das erste Herreneinzel ein. Der Olympiateilnehmer und Neuzugang Niluka Karunaratne aus Sri Lanka, großer Hoffnungsträger bei Mülheim, traf auf den Niederländer Erik Meijs. In einem Duell auf Augenhöhe setzte sich Karunaratne mit 11:4, 4:11, 11:6, 9:11 und 11:6 in einem hochklassigen Spiel durch und sorgte für das 3:3.
Das zweite Herreneinzel musste entscheiden. Alexander Roovers aus Mülheim stieß auf den Bonner Christopher Klauer und legte mit 11:4 und 11:5 vor, doch noch wehrte sich Klauer und verkürzte mit einem 11:7 auf 1:2. Aber der Widerstand hielt nicht an, so dass mit einem 11:1-Satzerfolg Mülheim 4:3 siegte und zwei Zähler auf dem Konto verbuchte. Dank einer Regeländerung erhält das unterlegene Bonn einen Punkt.
Insgesamt zeigten sich alle Beteiligten von dieser Premiere in Cloppenburg begeistert. Auch der BV Mülheim, der auf sein Heimrecht verzichtet hatte, zeigte sich sehr zufrieden. „In der Regel kommen zu unseren Heimspielen bis zu 150 Zuschauer“, so der 1. Vorsitzende Frank Thiemann. „Die Konkurrenz, speziell durch den Fußball, ist groß, was uns zwingt, neue Wege zu gehen.“ Vor allem die Anreise der Zuschauer aus Wilhelmshaven oder Leer beeindruckte Thiemann, der eine Wiederholung nicht ausschloss.
