STENUM - Das Ergebnis stimmte, denn schließlich hatten die Bezirksliga-Fußballer am Mittwochabend 5:1 (1:0) gegen den FC Ohmstede gewonnen (die NWZ berichtete). Welche Konsequenzen Trainer Uwe Hammes aus dem Spiel zu ziehen hat, und ob dieser Erfolg die Wende zum Besseren ist, das muss sich in den nächsten Wochen noch zeigen. Denn wieder einmal zeigte der VfL seine beiden Gesichter.

Für die Gastgeber begann die Partie nach Maß und zur Zufriedenheit des Trainers, denn nach einem Flankenwechsel durch Herrmann zog Kevin von Behrens (8.) auf der rechten Seite ab – und traf zum 1:0. Auch in den folgenden zehn Minuten hatte der VfL das Geschehen im Griff. Die Spieler fühlten sich anschließend aber offensichtlich zu sicher, denn es schlichen sich nach und nach Ungenauigkeiten ins Spiel des VfL ein. Die Folge: Die kampfstarken Gäste, die noch weiter auf den ersten Sieg warten, bekamen Oberwasser und begannen ihrerseits, die Partie zu kontrollieren. Sie glänzten nicht durch ausgefeilte Technik, sondern liefen, attackierten und ließen Stenum keinen Raum, um „schön“ Fußball zu spielen. Und sie kamen zu Chancen, die aber Özdemir und Drewniok vergaben. Über den Ausgleich hätte sich der VfL zur Pause nicht beschweren dürfen.

Die Pause verlief am Mittwochabend für die VfLer ähnlich wie im Auftaktmatch beim Sieg in Ganderkesee. Trainer Uwe Hammes rüttelte die Spieler auf und appellierte an ihren Kampfgeist, der nötig wäre, um dieses Match klar für sich zu entscheiden.

Und dann hatte der VfL noch das Quäntchen Glück zum richtigen Zeitpunkt. Just, als Ohmstede sich vorgenommen hatte, den Druck weiter zu erhöhen, unterlief ein Gästespieler eine Flanke – Entelmann war zur Stelle und traf (46.). Sein Distanzschuss ging dann ins Herz der Gäste (50.), die sich unmittelbar danach durch eine Gelb-Rote Karte selbst schwächten. Dass der VfL in der Folge in Überzahl agieren durfte, hatte er Schiedsrichter Bohmann zu verdanken, der ein übles Foul von Herbec an der Auslinie in der Mitte des Feldes statt mit Rot nur mit Gelb bestrafte.

Zwar steckten die Gäste auch in der Folge nicht auf, der VfL nutze jetzt aber den Raum, der sich in der Offensive bot. Entelmann wurde deutlich stärker, und auch seine Nebenspieler verstanden es, in die freien Räume vorzustoßen. Dass der FCO nach einem zögerlichen Herauslaufen von VfL-Torwart Buss nach einer Ecke zum 1:3 kam, hatte an diesem Abend keine Auswirkungen. Der VfL hatte zu seinem Spiel gefunden und konnte zumindest in Hälfte zwei Trainer Hammes zufrieden stellen, der es jedoch noch lieber gesehen hätte, wenn die Chancen in der Schlussphase konsequenter genutzt worden wären.

Etwas schlauer sein und einen Eindruck davon haben, zu welchen Leistungen seine Elf auf Dauer fähig ist, wird Hammes auch nach dieser Partie nicht wirklich gewonnen haben.

VfL: Buss – von Behrens, Isenberg, Koletzek, Hartmann, Herrmann, G. Klenke, Herbec (66. Wendlandt), Entelmann (75. Baake), Precht, R. Göde.

Tore: 1:0 von Behrens (8.), 2:0/3:0 Entelmann (46./50.), 3:1 Altunok (58.), 4:1 Göde (62.), 5:2 Klenke (72.).