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FUßBALL Verletzungssorgen dämpfen Euphorie

STENUM - „Urlaub? Nein, ich doch nicht!“ Für Uwe Hammes klingt das Wort fast wie „Böhmische Dörfer“. Von einer erholsamen Zeit keine Spur – er strotzt nur so vor Tatendrang, gerade jetzt in der Phase vor der neuen Fußball-Saison. Der Trainer des Bezirksligisten VfL Stenum begab sich am Sonntag mit seiner Mannschaft für ein Freundschaftsspiel in Hamburg sogar morgens um 7 Uhr auf die Autobahn. Von nichts kommt eben nichts.

Die Vorbereitung biegt so langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Das Bezirkspokal-Match am 2. August beim klassentieferen Kreisligisten Tur Abdin dient als Generalprobe für den Saisonauftakt eine Woche später daheim gegen den TuS Eversten. Aktuell hangelt sich das Team durch eine Reihe von Testspielen.

Am Sonntag traf der VfL an der Elbe auf die „Dritte“ des FC St. Pauli und musste sich gegen den Kreisligisten mit einem 2:2 (2:2) begnügen. Die Stenumer Treffer auf dem Kunstrasenplatz schossen Sascha Pfeifer und Dominik Entelmann. „Für einen Test war die Leistung okay, aber die Chancenverwertung war katastrophal“, meinte Hammes.

Insgesamt verspürt der Übungsleiter eine gedämpfte Euphorie im Hinblick auf die Pflichtspiele. „Unser Kader ist in der Breite besser geworden, besonders in der Offensive haben wir an Qualität gewonnen. Leider haben wir einige Verletzte, daher läuft es momentan noch nicht ganz optimal“, sagt der Coach. Vorrangig die Ausfälle von Jörn Poppe, Steven Hermann (beide Bänderriss), Sven Schlund (Muskelfaserriss) und Daniel von Seggern (Kreuzbandriss) muss der Landkreis-Klub verkraften.

Die technisch versierte VfL-Auswahl gehört wie in den Vorjahren zum erweiterten Favoritenkreis. Um die ehrgeizigen Ziele nicht wie in der vergangenen Serie vorzeitig ad acta legen zu müssen, wünscht sich Hammes auch einen Zugewinn an mentaler Stärke. „Wir müssen auch mal dreckig gewinnen, also ergebnisorientiert spielen, wenn es nicht so läuft. Das Fußballspielen brauche ich den Jungs nicht mehr beizubringen, das können die“, so Hammes. Zu oft hätten seine Kicker „den Kopf hängen lassen. Das muss sich ändern.“

Für frischen Wind beim Tabellensiebten der vorigen Saison wollen acht neue Gesichter sorgen, zusätzlich wurde der A-Jugendliche Kevin Saß aufgenommen. „Von den Zugängen verspreche ich mir sehr viel. In erster Linie haben wir nach vorne mehrere Alternativen“, freut sich Hammes. „In der Sturmspitze erhoffe ich mir von Thorben Bleiker, Sascha Pfeifer und Rouven Heidemann gute Impulse. Damit habe ich gleich drei neue Knipser zur Verfügung. Und wenn dahinter noch ein Entelmann rumwuselt, kann sich das schon sehen lassen.“

Veränderungen im VfL-Kader

Zugänge:

Jan Badberg (TSV Ganderkesee), Rouven Heidemann, Sven Schlundt (beide Borussia Delmenhorst), Sascha Huntemann (zurück aus Freiburg), Kevin Saß (eigene A-Junioren), Hergen Kaatz (eigene Zweite), Thorben Bleiker, Mariusz Miklasz (beide Delmenhorster TB), Sascha Pfeifer (Delmenhorster BV).

Abgänge:

Gerry Klenke (TuS Heidkrug), Stefan Kulikow (Jahn Delmenhorst).
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