Stenum/Hude - Ein Derby kurz vor dem Saisonende weckt noch einmal besondere Motivation: In der Fußball-Bezirksliga empfängt der VfL Stenum am Sonntagnachmittag (15 Uhr) den Aufsteiger FC Hude zum Landkreisduell.

Nachbarn sind die beiden knapp neun Kilometer von einander getrennten Vereine nicht nur geografisch, sondern auch in der Tabelle. Aufsteiger Hude belegt mit 42 Punkten Rang sieben, Stenum folgt direkt dahinter mit nur einem Zähler weniger. „Wir wollen noch einmal alle Kräfte bündeln und das Maximum herausholen“, verspricht VfL-Trainer Thomas Baake. Er möchte in den verbleibenden beiden Partien auf jeden Fall noch auf Position sieben klettern – ein Sieg gegen den FC wäre die Grundvoraussetzung dafür. „Das ist uns bewusst“, weiß Baake, der diese Saison als „extrem anstrengend“ bezeichnet. „Wir haben bislang insgesamt 41 Spieler eingesetzt. Jedes Wochenende musste ich an der Mannschaftsaufstellung basteln – das hat schon Kraft gekostet. Aber die Mannschaft hat immer versucht, das Beste herauszuholen“, sagt Baake. Am Sonntag muss er erneut einige Spieler ersetzen – auf das Derby freut sich der Coach dennoch: „Auch wenn es um nichts mehr geht, sollte eine gute Platzierung Anreiz genug für meine Mannschaft sein.“

Auch beim Gegner FC Hude, der das Hinspiel auf eigenem Platz 2:4 verlor, herrscht eine gewisse Vorfreude. „Natürlich ist ein Derby eine bessere Geschichte, als wenn man an einem Sonntag um 11 Uhr in Wilhelmshaven spielt“, schmunzelt Möhlenbrock. Er sieht für den Saisonendspurt besonders den Prestigegedanken. „Alle Teams ab Platz sieben werden motiviert in die letzten Spiele gehen. Wir können die Mannschaften hinter uns auf Distanz halten, genauso gut aber auch noch auf Rang zehn abstürzen – wobei das nicht unseren Leistungen diese Saison entsprechen würde“, erklärt der FC-Coach. Mohamed Alawie steht nach seiner abgesessenen Sperre wieder zur Verfügung, und auch Cüneyt Yildiz könnte zu seinem Comeback kommen.