Stenum - „25 bis 30 Punkte wären super – und könnten reichen.“ Frank Radzanowski hat schon einmal ein bisschen gerechnet, wie groß die Ausbeute sein muss, um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga zu schaffen. Denn der Ligaverbleib ist das erklärte Ziel des VfL Stenum II, der in der vergangenen Spielzeit als Tabellendritter der 1. Kreisklasse gerade noch den Aufstieg geschafft hat.

Radzanowski hat in der Sommerpause das Amt von Uwe Hammes an der Seitenlinie der VfL-Reserve übernommen. Die Entscheidung war bereits vor einem halben Jahr gefallen – als Radzanowski mit der Stenumer A-Jugend den Titel in der Bezirksliga ansteuerte und der Aufstieg der zweiten Mannschaft längst nicht abzusehen war. Für den 52-Jährigen heißt es nun Herren-Kreisliga statt A-Jugend-Landesliga. Dennoch bereut der Trainer seine Entscheidung nicht, im Gegenteil: „Ich bin zwar fußballverrückt, aber der Aufwand gerade mit den weiten Fahrten in der Landesliga wäre mir tatsächlich zu groß geworden“, erklärt der Coach. Gleichzeitig habe es ihn auch gereizt, die zweite Herren des VfL zu trainieren. „Ich fühle mich wohl in Stenum“, betont Radzanowski, der selbst in Hude wohnt und seit zehn Jahren als Trainer in Stenum tätig ist. „Was wir – alle zusammen – hier erreicht haben, ist sensationell“, resümiert der Trainer und erinnert dabei gerne an den jüngsten Doppelaufstieg der A- und B-Jugend in die Landesliga. „Da hat sich ein Traum erfüllt.“

Aus der Nachwuchsmannschaft begleiten den Trainer immerhin vier Spieler ins Team der zweiten Herren. Von außerhalb sind außerdem Yannik Osterloh (FC Hude) und Pascal Zoll (Delmenhorster BV) hinzugekommen. Während Osterloh die Offensive des Kreisliga-Aufsteigers beleben soll, ist Zoll für das Mittelfeld vorgesehen. „Beide passen gut zu uns und haben auch früher schon mal in Stenum gespielt“, sagt Radzanowski. Eine Stammplatzgarantie hat bei ihm aber niemand. „Wir haben einen breiten Kader und sind auf vielen Positionen doppelt besetzt. Jeder Spieler muss sich Woche für Woche neu empfehlen“, sagt Radzanowski, der ansonsten auf einen gut eingespielten 24er-Kader zurückgreifen kann. Vor allem das intakte Klima innerhalb der Mannschaft und der tolle Teamgeist stimmen den Coach bislang zuversichtlich.

Aber auch die Ergebnisse der Vorbereitung waren ordentlich. Einem 5:2-Erfolg gegen den SV Phiesewarden folgte ein 2:1 gegen den FC Rastede II. „Wir nähern uns unserer Form“, bilanziert Radzanowski, der für diesen Freitag (19.30 Uhr) noch ein Testspiel gegen die Zweitvertretung der SpVg Berne vereinbart hat. Nach dem Kreispokalspiel beim VfR Wardenburg an diesem Sonntag (15 Uhr) folgt noch ein abschließender Test beim TuS Vielstedt (Dienstag, 30. Juli, 19.30 Uhr), ehe die Stenumer zum Ligaauftakt auswärts gegen den TV Jahn Delmenhorst antreten (Freitag, 2. August).

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)