STENUM - Wenn Johannes Knese in den vergangenen fünf Jahren des Öfteren mit Bauzeichnungen in der Hand anzutreffen war, ist das kein Zufall. Erst ging es dem Vorsitzenden des VfL Stenum um die Platzerweiterung am Kirchweg, dann wurde gemeinsam mit der Turnerschaft Hoykenkamp die Halle in Altengraben gebaut, schließlich die Berieselungsanlage für die Plätze installiert. Und der nächste Kraftakt steht bereits bevor: Mit einem Kostenaufwand von 250 000 bis 270 000 Euro wird der VfL sein Sportheim aufstocken.
„Nicht mehr zeitgemäß“ sei die derzeitige Situation am Kirchweg, das habe auch Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas bei einem Besuch feststellen müssen, sagte der VfL-Chef. „Nur einen Duschraum und zwei vernünftige Umkleideräume“ gebe es – was in keinem Verhältnis stehe zur deutlich gestiegenen Nutzung der Anlage. Knese: „Hier ist immer Betrieb.“
Zurzeit habe der Verein 34 Fußball-Mannschaften, darunter ein Frauenteam und vier Mädchenteams. Mit der Aufstockung wolle man insbesondere den weiblichen Teams separate Umkleide- und Duschmöglichkeiten verschaffen.
Das Sportheim mit Platzwartwohnung war, nachdem es zuvor nur eine Baracke gegeben hatte, 1963/64 gebaut worden. Später habe der VfL das Heim mehrfach durch Anbaumaßnahmen erweitert, erinnerte sich Knese.
Auch diesmal hatte der Verein erwogen, den Raumnöten durch einen Anbau (zum Kirchweg hin) zu begegnen. Doch das habe man aus pragmatischen Gründen verworfen, berichtete Knese.
Die jetzt geplante Lösung sieht vor, den nördlichen Sportheim-Trakt (mit Duschen und Umkleiden) aufzustocken. Dadurch werden insgesamt etwa 120 Quadratmeter Nutzfläche gewonnen, sagte Gottfried Much, der den Verein bei der Vorplanung unterstützt.
Vorgesehen sind: drei Umkleideräume (20 bis 27 Quadratmeter groß), ein Duschraum (14 Quadratmeter), ein Schiedsrichterraum mit Dusche (17 Quadratmeter) sowie Sanitäranlagen.
Nach dem Zeitplan des Vereins soll gleich nach der Rückrunde 2012, etwa Ende Mai, auf der Baustelle in die Hände gespuckt werden. Gebummelt werden darf nicht – denn schon zum Beginn der Serie 2012/13 müssten zumindest die bereits bestehenden Räume wieder nutzbar sein, so Knese. Er geht davon aus, dass die Arbeiten dann im September beendet werden.
Was die Finanzierung angeht, rechnet der Verein mit Zuschüssen von Gemeinde, Kreis und Sportbund. Um die Kosten in Grenzen zu halten, ist auch einiges an Eigenleistung mit eingeplant.
