Köln - Doping-Whistleblowerin Julia Stepanowa hat nach ihrem Ausschluss von den Olympischen Spielen das IOC der Lüge bezichtigt. Vor den Enthüllungen habe das IOC sie gefragt, ob sie einverstanden wäre, unter russischer Flagge an den Spielen teilzunehmen und sie habe gesagt, dass sie sehr glücklich darüber wäre, sagte die 30-jährige Russin in einem TV-Interview. Nach den Veröffentlichungen hieß es dann, dass sie nicht für Russland starten wolle. Das stimme aber nicht.
„Ich empfinde die beschlossene Aussperrung von Julia Stepanowa, die mit der Aufdeckung russischer Betrügereien dem sauberen Sport einen großen Dienst erwiesen hatte und in der Folge aus ihrer Heimat flüchten musste, als einen schamlosen Akt und eine einzigartige Verbeugung vor der Machtpolitik eines bloßgestellten Staates“, erklärte derweil der frühere deutsche Spitzenfunktionär Hans-Wilhelm Gäb und kündigte die Rückgabe seines olympischen Ordens an.
Eine in Darmstadt gestartete Petition für einen Olympiastart von Stepanowa haben innerhalb eines Tages mehr als 35 000 Menschen unterschrieben.
