Stollhamm - In Sachen Klootschießen könnte Stollhamm schon bald zum Vorzeigeort für die ganze Region werden. Der Klootschießerkreis 1 und der Klootschießer- und Boßelverein Stollhamm sind mit der Idee an die Gemeindeverwaltung herangetreten, auf dem Stollhammer Sportplatz ein Leistungszentrum für den Klootschießersport einzurichten und zu etablieren. Genutzt werden soll dafür der neuere der beiden Plätze in Stollhamm. Das passt gut zu den Plänen der Gemeindeverwaltung.

Nachdem der neue Kunstrasenplatz in Burhave weitgehend fertig und vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) auch für den Punktspielbetrieb zugelassen ist, möchte sich die Gemeinde in einem nächsten Projekt dem Sportplatz in Stollhamm widmen. Dort gibt es zwei Rasenflächen: eine ältere östlich der Turnhalle und eine neuere westlich davon. Letztere ist als Fußballplatz gedacht, sei als solcher aber nicht mehr nutzbar, so Joachim Wulff, Leiter des Amtes für Zentrale Dienste. Weil die Drainage defekt sei, habe der Platz Dellen, angesichts derer sich nicht gefahrlos darauf laufen lasse, ohne die Augen permanent auf mögliche Stolperfallen zu richtet.

In besserem Zustand und zudem mit einer Flutlichtanlage ausgestattet sei der neuere Platz, so Joachim Wulff. Deshalb möchte die Gemeinde eben diese Fläche nutzen, um sie wieder für den Fußballpunktspielbetrieb zu ertüchtigen. Dafür sollen neue Großfeldfußballtore angeschafft, eine Ballfanganlage installiert, Leuchtkörper der Flutlichtanlage ausgetauscht werden. Dann strebt die Gemeinde die Zulassung des Platzes durch den Fußballverband an, damit die Spielgemeinschaft aus FC Stollhamm und TSG Burhave dort wieder Gegner zu Punktspielen empfangen kann. Zugleich sollen die Laufbahn und die Sprunggrube aufgewertet. Geld für all diese Maßnahmen – zusammen circa 16 000 Euro – stünden im Haushalt bereit, so Joachim Wulff.

Die ramponierte neuere Rasenfläche spielte bei den Überlegungen der Gemeinde keine Rolle – bis jetzt Siegfried Hodel, Vorsitzender des Kleischießerkreises 1, und Frank Göckemeyer, Chef des Klootschießer- und Boßelvereins Stollhamm, bei Bürgermeisterin Ina Korter vorsprachen. Sie stellten Pläne für ein Klootschießerleistungszentrum vor. Die Idee dafür war bereits vor Jahren entstanden, als ein Sportentwicklungskonzept für die Gemeinde erarbeitet worden war. Realisiert wurde die Idee jedoch nie. Das möchten die Heimatsportler nun nachholen.

Laut Frank Göckemeyer ist geplant, in Stollhamm eine Anlaufbahn und ein Sprungbrett fest zu installieren. Dazu soll möglichst noch eine zweite Bahn für Jugendliche kommen. Und zwar noch Zukunftsmusik, aber doch ein Traum der Klootschießer ist es, die gesamte Anlage eines Tages auch noch zu überdachen, so dass ohne Aufwand und bei jedem Wetter trainiert werden kann. Zugänglich sein soll die Anlage für Klootwerfer aus der gesamten Region, so Frank Göckemeyer.

Ina Korter sei von der Idee sehr angetan, berichtet Joachim Wulff. Butjadingen wäre um eine Attraktion reicher, der Platz in Stollhamm sinnvoll genutzt, und die Gemeinde müsste nicht mal Geld aufwenden. Denn das Leistungszentrum, sagt Frank Göckemeyer, würden die Klootschießer selbst finanzieren – in der Hoffnung, dafür auch Fördermittel zu bekommen. Die Gemeinde müsste einzig den Platz zur Verfügung stellen. Dafür bedarf es eines Beschlusses des Gemeinderats.