STOLLHAMM - Gegen die momentane Kälte hilft warme Kleidung. Deshalb stricken die Mitglieder des Stollhammer Nadelclubs zurzeit auch vorrangig warme Socken für ihre Familien. Nur am gestrigen Mittwoch griffen die Damen nicht zu Stricknadel und Wolle. Im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde feierten sie das 25-jährige Bestehen des Nadelclubs.

Vor 25 Jahren hatte Erika Scheltwort den Nadelclub gegründet und damit den Nerv der Zeit getroffen, denn gleich beim ersten Treffen schrieben sich 25 Frauen in die Mitgliederliste an. Von diesen Gründungsmitgliedern sind heute noch Karla Gahr, Emmi Wessels, Inge Hohn, Christel Reumann und Margret Segebade bei den Handarbeitstreffen aktiv. Nachdem Erika Scheltwort die Leitung aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, sprang Christel Reumann ein und leitet zusammen mit Ingrid Süßenbach den Treff.

Mittlerweile ist die Runde kleiner geworden, sagt Ingrid Süßenbach. An jedem zweiten Mittwoch im Monat treffen sich ab 14.30 Uhr noch um die 15 Frauen im Gemeindehaus. Doch gerade weil Handarbeiten und Selbstgestricktes wieder in Mode gekommen ist, hofft der Nadelclub, dass auch neue und junge Gesichter den Weg zu den Treffen finden.

Strick-Profi braucht dabei niemand sein. „Wir tauschen uns sowieso immer untereinander aus. Wer noch nicht stricken oder häkeln kann, dem wird hier auch geholfen“, so Ingrid Süßenbach.

Bis vor einigen Jahren konnte der Nadelclub sogar eigene Ausstellungen mit den angefertigten Produkten organisieren. Dabei seien dann immer sehr schöne Stücke präsentiert worden, die von den vielen Besuchern immer gut angenommen wurden. Doch diese Ausstellungen sind - zumindest im Augenblick – schon seit ein paar Jahren Vergangenheit.

Neben dem Handarbeiten steht beim Nadelclub vor allem die Geselligkeit im Vordergrund. Deshalb sind den Damen bei ihren Treffen das gemeinsame Kaffeetrinken und ein Klönschnack sehr wichtig und zur Weihnachtszeit wird gemeinsam gegessen. Im Sommer dürfen die Nadeln aber auch gerne einmal ruhen und die Damen begeben sich dann auf einen Ausflug.

Männer haben beim Nadelclub übrigens noch nie aktiv mitgemacht. So gab es zwar den einen oder anderen Mann wie Stollhamms Pastor Joachim Tönjes, der den Club unterstützt oder bei der Kaffeetafel besucht hat. Aber selber hat noch nie ein Mann zu den Nadeln gegriffen. Auch das könne sich gerne in Zukunft ändern, meinten die Damen vom Nadelclub bei ihrer Jubiläumsfeier.