STOLLHAMM - Stollhamm/wmz Die Voltigier-Reiterinnen des Butjadinger Reitervereins in Stollhamm knüpfen mit einem neuen Pferd an erreichte Erfolge an und finden auch finanzielle Unterstützung.

So konnten sie kürzlich beim Voltigierturnier des Reitvereins Ovelgönne mit ihrem Pferd „Amicelli“ den ersten Platz in der kombinierten Schritt-Galopp-Gruppe belegen. Dies war der erste Sieg mit dem erst kürzlich eingeführten Voltigierpferd.

Amicelli hat im Stollhammer Reitverein ein schweres Erbe angetreten. Lange Jahre hatte das Voltigierpferd „Fantasy“ treue Dienste geleistet, bei Kindern und Jugendlichen als Therapiepartner größtes Vertrauen erlangt und auch auf einige Wettkämpfe begleitet.

Leider konnte Fantasy wegen gesundheitlicher Probleme zuletzt diese Aufgaben nicht mehr erfüllen. Es musste Abschied genommen werden. Dies fiel sehr schwer, obwohl für einen guten „Lebensabend“ gesorgt war. Das neue Pferd Amicelli wurde schrittweise an die neuen Aufgaben herangeführt.

Benötigt wird für diesen Sport ein gesundes, gutmütiges und ausdauerndes Pferd. Der Ideenreichtum der Voltigierer überrascht und erstaunt besonders bei den frei wählbaren Übungen immer wieder. Der junge Hannoveraner Amicelli konnte laut Stollhammer Verein recht schnell das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen erlangen, so dass jetzt bereits viele förderliche und akrobatisch anmutende Übungen umgesetzt werden können.

Der Stollhammer Verein weist darauf hin, dass dieses Urvertrauen zwischen Voltigierern und dem Pferd das Besondere an dieser Sportart ausmache. Motorische Fähigkeiten und das Gleichgewicht werden trainiert und das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen nachhaltig gefördert. Die Muskulatur des gesamten Körpers wird beansprucht. Es wird gefordert ohne zu überfordern.

Zudem handelt es sich um eine Teamsportart, bei der die Großen auf die Kleinen und umgekehrt angewiesen sind – ein gleichberechtigtes Miteinander basierend auf Vertrauen, Gemeinschaftssinn, Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme.

Kinder verschiedener Jahrgänge üben einen gemeinsamen Sport aus. Hierbei wird der respektvolle Umgang untereinander und mit dem Pferd gelebt. Es werden ganz besondere Grundwerte aufgezeigt, die in der heutigen „Ellenbogengesellschaft“ häufig zu kurz kommen.

Diese ganz besonderen Aspekte des Voltigierens wurden erst kürzlich durch die „Glückspfennigaktion“ der Airbus-Mitarbeiter gewürdigt und unterstützt. Die hilfreiche Geldspende wird dazu dienen, so teilt der Stollhammer Verein weiter mit, eine besondere Form der Thearpie und des Sports weiter in Stollhamm zu fördern.

Insbesondere die Neuanschaffung eines passenden Pferdes sei für jeden Verein, der sich um die Jugend- und Thearpiearbeit bemüht, ein großer Kostenfaktor.

Das Voltigieren habe in Stollhamm bereits eine lange Tradition, die mit den derzeitigen kleinen und größeren Aktiven weiterlebt. Eine Freizeitgestaltung und Sportart, die Jung und Alt miteinander verbindet. Eltern fahren die Kinder zum Training und zu Wettkämpfen. Sie verfolgen die offensichtlichen physischen und psychischen Fortschritte ihrer Kinder. Kleinste Erfolge und viel Lob bewirken mehr als man sich vorstellen kann, so der Stollhammer Verein.