Dass es bereits vor Anpfiff eines Fußballspiels drei Verlierer gibt, ist höchst ungewöhnlich. Der Becherwurf von Hamburg, wegen dem die Partie zwischen dem FC St. Pauli und Schalke 04 abgebrochen wurde, hat solch eine Konstellation hervorgebracht. Denn die Hamburger müssen nun, so hat das DFB-Sportgericht entschieden, ihre nächste Partie gegen Werder Bremen in einem leeren Stadion austragen. Das wäre St. Pauli hat bereits Einspruch eingelegt ein in der Bundesliga beispielloser Fall.
Hart getroffen ist so zum einen der Verein, vor allem finanziell. Verlierer Nummer zwei und drei sind die Fans der Hamburger und die der Bremer, die sich allesamt auf ein norddeutsches Fußball-Fest gefreut hatten.
Es wird diese beiden Gruppen kaum trösten, dass der Schock über das Urteil auch eine heilsame Wirkung haben könnte. Denn in der ganzen Liga werden couragierte Fans nun noch viel mehr als bisher darauf achten, dass der Nebenmann kein Wurfgeschoss in die Hand nimmt.
