Hude - „Die Marschroute ist ganz klar: Es müssen Punkte her“, weiß Christopher Imig vom TV Hude. Die Oberliga-Tischtennisspieler aus der Klostergemeinde stehen vor dem Mammut-Wochenende unter riesigem Druck. Gleich drei Schicksalsspiele in drei Tagen sind zu absolvieren. Diesen Freitag bei der TuSG Ritterhude ist ein Sieg Pflicht. Am Sonnabend und Sonntag geht es zu Hause gegen Torpedo Göttingen und den MTV Wolfenbüttel weiter.
TuSG Ritterhude - TV Hude (Freitag, 20 Uhr). Keine Frage, gegen den Aufsteiger ist der TVH zum Siegen verdammt. „Das ist der absolute Abstiegsknüller“, sagt Imig. Die Ausgangslage ist eindeutig: Hude ist mit 5:21 Punkten Vorletzter und liegt als Neunter auf einem direkten Abstiegsrang. Ritterhude nimmt mit 7:21 Zählern Platz acht ein und müsste in die Relegation. Davor schwebt auch der SSV Neuhaus (ebenfalls 7:21) als Siebter in akuter Abstiegsgefahr.
Kleiner Vorteil im Liga-Endspurt für Hude: Der Turnverein hat noch das Match gegen Schlusslicht TSV Lunestedt II vor sich und kann am letzten Spieltag in eigener Halle zwei weitere Punkte einfahren. Dafür gilt es, an diesem Freitag in Ritterhude die Nerven zu bewahren und die Hausaufgaben zu erledigen. „Es haben schon einige Fans angekündigt, uns zum Spiel des Jahres zu begleiten und uns zu unterstützen. Weitere Anhänger sind natürlich erwünscht“, trommelt Imig für den Krimi in der Sporthalle an der Riesstraße.
Er warnt besonders vor dem unteren Paarkreuz der Gastgeber, in dem Lars Hausmann (3:2) und Sebastian Heimbrock (7:1) positive Einzelbilanzen aufweisen. Die Huder Marco Stüber (2:3) und Marc Engels (4:1) dürfen sich also auf zwei dicke Brocken einstellen.
TV Hude - Torpedo Göttingen (Sonnabend, 17 Uhr). Am Tag nach der Pflicht in Ritterhude wollen die Huder es auch gegen Göttingen krachen lassen. Zwar sind die Torpedos nur zwei mickrige Punkte vor dem TVH. Der 9:4-Hinspielerfolg spricht derweil klar für die Gäste. Doch auch in diesem Spiel war der Turnverein auf Ersatz angewiesen, mit Daniel Kleinert fehlte sogar der Spitzenspieler. In Bestbesetzung und mit den Huder Fans im Rücken könnte sich ebenso wie in Ritterhude ein nervenaufreibendes Duell entwickeln.
TV Hude - MTV Wolfenbüttel (Sonntag, 12 Uhr). Zum Ausklang des Wochenendes steht dem Krisenclub aus Hude der dickste Brocken bevor. Wolfenbüttel ist mit 23:5 Punkten Tabellenzweiter und noch mittendrin im Kampf um die Meisterschaft. Gastgeschenke für den krassen Außenseiter sind daher nicht zu erwarten.
