STRüCKLINGEN - Jux, Spiel und Sport an den Deichen der Sagter Ems und des Utender Kanals haben am Sonnabendnachmittag bei herrlichem Spätsommerwetter unzählige Zuschauermassen hinter den Strücklinger Hof zur 1. Strücklinger Deichpartie gelockt. Zwölf Mannschaften hatten sich für den ersten Strücklinger Dreikampf gemeldet. Heinz Schröer vom Bürgerverein zeigte sich dann bei der Begrüßung auch höchst erfreut über die riesige Zuschauerresonanz.

Schon aus großer Ferne war das maritime Flair zu sehen, hatte doch der Orts- und Verschönerungsverein Elisabethfehn für die erste Strücklinger Deichpartie seine beiden Tjalken bereits im Laufe der Woche nach Strücklingen überführt, wo sie in der Sagter Ems nahe der Bahnhofstraße auf sich aufmerksam machten.

In einem Losverfahren waren die zwölf gemeldeten Mannschaften in zwei Gruppen aufgeteilt worden. In der Gruppe A traten die Gruppen „Acapello“ (eine Kanugruppe), die MV Allstars (Musikverein), Bollerhausen (Böllerverein Wittensand), „Elf Freunde“ (Club Birke/Sportverein), Gut Ziel Strücklingen (Schützenverein) und „De Moorteufel“ (Straßengemeinschaft Vorm Moor) an. In der Gruppe B kämpften die Buschpater (Straßengemeinschaft Pater Kolbe Straße/ Buschmeede), die Wilddiebe (Hegerring Strücklingen), die Grashoppers (Bauerschaft Bokelesch), die Chaostruppe (Straßengemeinschaft „Am Schuldobben), die Konzertpfeiffer (Spielmannszug Bollingen) und die WFG (Wirtschaftliche Fördergemeinschaft) im Strücklinger Dreikampf um Sieg und Platz. Im Strücklinger Dreikampf mussten die Wettkampfteams ihre Kräfte im Tauziehen messen, ihre sportliche Fitness beim Menschenkicker unter Beweis stellen und Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei der Wickinger Rallye zu Land und zu Wasser beweisen.

Während sich die Wettkampfmannschaften mächtig abmühten, vergnügten sich die Zuschauer bei den vielen Unterhaltungsmöglichkeiten. So versuchten sie ihr Glück an der Wasserkanone, an der Torwand, beim Fahrradparcours oder ließen sich in der Schminkecke ein farbenfrohes Gesicht malen. Moderiert wurde der Strücklinger Dreikampf in bewährt gekonnter Manier von Wilhelm Waden.

Anlässlich der Siegerehrung verwies Heinz Schröer auf die Entstehungsgeschichte der ersten Strücklinger Deichpartie, die in Gesprächen mit dem Betreiber Peter Herrmann von der Paddel- und Pedalstation entstanden und entwickelt worden sei. Angesichts der riesigen Zuschauermassen und der guten Beteiligung wolle man die Strücklinger Deichpartie zu einer festen Einrichtung werden lassen. Im kommenden Jahr gilt es für die Gewinner, den Strücklinger Deichpott – einen Wanderpokal – zu verteidigen.

Beim „finalen“ Tauziehen zwischen „Acapello“ und „Elf Freunde“ legten sich zwar beide Mannschaften nochmals mächtig ins Zeug, schließlich mussten sich die „Elf Freunde“ jedoch geschlagen und mit dem zweiten Platz zufrieden geben. „Acapello“ gewann nicht nur das Tauziehen, sondern auch den ersten Strücklinger Deichpott, den Bürgervereinsvorsitzender Conrad Niemeyer an den Mannschaftsführer Jochen Lang von Acapello überreichte. Nach der Siegerehrung wurde bei der Deichpartie bis in die späten Abendstunden geklönt und gefeiert.