STUTTGART - STUTTGART/SID/DPA - Bei Englands Fußball-Nationalmannschaft liegen vor dem Achtelfinale gegen Ecuador am Sonntag in Stuttgart (17 Uhr/RTL) die Nerven blank. Zwei Tage vor dem ersten K.o.-Spiel der „Three Lions“ rüttelte Nationalcoach Sven-Göran Eriksson sogar am Thron des bislang unantastbaren Kapitäns David Beckham. „Ich bin nicht mit ihm verheiratet, verlobt sind wir auch nicht. Ich werde ihn auswechseln, wenn er nicht gut spielt“, sagte der 58-jährige Schwede.
Beckhams Auftritte bei seiner dritten WM-Teilnahme waren bislang nicht berauschend. Zwar leitete der 31-Jährige mit einem Freistoß den Siegtreffer gegen Paraguay und auch das 1:0 von Peter Crouch gegen Trinidad und Tobago ein, doch körperlich wirkt der Profi von Spaniens Rekordmeister Real Madrid wie einige seiner Clubkollegen nicht auf der Höhe.
„Es ist nicht meine Aufgabe, bei der WM über meine Leistung zu sprechen. Mich interessiert nur der Erfolg der Mannschaft“, sagte Beckham, der aber die Augen vor dem bislang mäßigen Spiel der Engländer nicht verschließt: „Wir müssen uns steigern.“
Bereits seit drei Wochen trainieren die Engländer täglich Elfmeterschießen, das im Achtelfinale die Partie entscheiden könnte. Keeper Paul Robinson setzte dabei durch, dass er vorher informiert wird, in welche Ecke der Spieler schießt. „Dadurch werden sie gezwungen, präzise zu schießen“, sagte der Torwart.
Ecuadors Trainer Luis Suárez hat derweil die Schonzeit der Stars beendet. Die Stürmer Agustin Delgado und Carlos Tenorio, Abwehrchef Ivan Hurtado, Linksverteidiger Neicer Reasco und Mittelfeldmann Segundo Castillo kehren nach der Pause im Deutschland-Spiel in die Mannschaft zurück.
