Barßel/Essen - Die Ausgangslage vor diesem Nachholspiel in der Fußball-Bezirksliga an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) ist klar. Der Gast BV Essen will seine Spitzenposition verteidigen und am besten weiter ausbauen, während der Gastgeber STV Barßel den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verlieren will und mit einem Sieg an den Tabellenführer bis auf zwei Punkte heranrücken könnte.

Die Favoritenrolle vor dieser Partie möchte jede Seite liebend gerne jeweils dem Gegner zuschieben. „Wir haben zuletzt gegen den TuS Emstekerfeld beim 1:1 einen Sieg wegen unserer schwachen Chancenverwertung verpasst“, begründet Carsten Herzog, Sportlicher Leiter des Gastgebers aus Barßel, warum der BV Essen als Favorit gelten müsse, betont aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft natürlich alles unternehmen wird, um die Partie zu gewinnen. „Wir werden nur wenige Torchancen bekommen. Die müssen wir nutzen, sonst wird Essen gewinnen und uns in der Tabelle davoneilen“, sagt Herzog, der hofft, dass der Kader komplett sein wird.

Auf der Gegenseite reist der Spitzenreiter mit einem 5:2-Heimsieg gegen das Überraschungsteam GW Mühlen im Rücken an. Aber Trainer Wolfgang Steinbach warnt. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir wissen, was auf uns zukommt, schließlich hat Barßel in Mühlen 4:1 gewonnen“, erwartet er eher ein Duell auf Augenhöhe.

Abzuwarten gelte, wieweit Essen mit komplettem Kader antreten könne, denn Steven Bentka und Torjäger Dio Ipsilos trainierten zuletzt nicht, denn zurzeit grassieren im Essener Lager Erkältungen. „Ich hoffe, alle sind rechtzeitig fit, so wie vor der Partie gegen Mühlen Leon Lekaj, Firat Akbulut und Toni Rendic fraglich waren, aber doch spielen konnten“, sagt Steinbach, der den STV Barßel als sehr schweren Gegner einstuft. „Sie haben in der vergangenen Saison eine starke Rolle gespielt, sich weiter verstärken können und werden uns vor allem zu Hause vor keine einfachen Aufgaben stellen.“

Dabei hat Barßel bislang erst ein Heimspiel gewonnen, dagegen dreimal auf fremden Plätzen einen Dreier eingefahren. Beim BV Essen sieht es anders aus. Zu Hause mit makellosen fünf Siegen im Gepäck, stehen auswärts zwei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto.

„In der Bezirksliga ist vieles möglich. Jede Woche müssen wir uns neu beweisen, dürfen solche Vorstellungen wie in Altenoythe und in Thüle nicht passieren, wollen wir oben bleiben“, sagt Steinbach, der zurzeit froh ist, dass sich sein Abwehrverband immer besser einspielen konnte und eine sehr stabile Vierterkette abgibt – nächster Test an diesem Mittwoch in Barßel . . .