NWZ
-Lesern haben nun neue Erkenntnisse bei der Suche nach Hannelore Davies Vater ergeben: Zwei Cousinen von Davies konnten gefunden werden. Erst durch die Zeitung haben sie von ihrer Cousine in England erfahren. Hannelore Davies (69) lebt seit ihrem zwölften Lebensjahr in England. Vor kurzem erfuhr sie von ihrem leiblichen Vater August Heinrich Wolf. Seitdem versucht sie mehr über ihn und damit über ihre eigene Herkunft zu erfahren (dieNWZ
berichtete).Dass ihr lediger Onkel eine Tochter gehabt hat, wussten Lisa Kaminski und Irmgard Hillen, die sich auf den Zeitungsartikel gemeldet hatten, nicht. Erinnern können sie sich noch bestens an ihn. Lisa Kaminski, die heute in Langendamm wohnt, erzählt, dass ihr Onkel in der Nachkriegszeit sehr häufig in ihrem Elternhaus zu Besuch war: „Er war sehr lieb und ein ganz toller Mensch“. Auch Irmgard Hillen aus Seghorn hatte engen Kontakt zu August Wolf. Sie beschreibt ihn als „sehr lebhaft und lustig“. Dennoch hat keiner in der Familie gewusst oder auch nur geahnt, dass er eine Tochter hat.
Hannelore Davies ist überglücklich, dass Verwandte von ihr gefunden werden konnten. „Wundervoll“, wiederholt sie immer wieder vor lauter Aufregung. Auch Lisa Kaminski und Irmgard Hillen freuen sich, die Cousine aus England bald einmal kennenzulernen. „Sie scheint eine sehr nette Person zu sein“, so Hillen nach einem ersten Telefonat. Ein Treffen ist in Planung.
Davies, die verheiratet ist und heute in Essex wohnt, besuchte in den vergangenen Jahren häufiger ihre alte Heimat Varel. Seit 1953 lebt sie in England. Nach dem Tod ihrer Mutter fand sie Dokumente, in denen der Name ihres leiblichen Vaters zu finden war. Seitdem ist es ihr Ziel, mehr über ihn in Erfahrung zu bringen und noch lebende Verwandte ausfindig zu machen.
August Heinrich Wolf verstarb schon Ende der 40er Jahre an Malaria, wie die Cousinen jetzt berichten konnten. Die Krankheit, die er sich wohl bei einem seiner Einsätze bei der Kriegsmarine oder auf einer seiner vielen Reisen mit der Handelsmarine zugezogen habe, wäre wieder ausgebrochen. Ein Grab existiere heute nicht mehr. In dem Haus, in dem Wolf in der Bockhorner Straße in Seghorn wohnte, lebt heute die Tochter von Lisa Kaminski.
Hillen und Kaminski vermuten, dass es noch eine weitere Cousine in Büppel gibt. August Heinrich Wolf hatte vermutlich neun Geschwister.
