SüDBOLLENHAGEN - Mit zu den Boßelhochburgen zählt der Klootschießer- und Boßelverein Kreuzmoor. Der 210 Mitglieder starke Verein kann in diesem Jahr auf sein 100- jähriges Bestehen zurückblicken. Dazu passend blickt man auf die bisher erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte zurück.
Bejubeln konnten die Hauptklasse Männer I, in der ranghöchsten Staffel, der Landesliga, die Vize-Landesmeisterschaft, punktgleich mit dem neuem Meister. Das hätte sicherlich vor der neuen Saison im Herbst kein Experte vorausgesagt.
Im Vereinslokal „Jabben“ stand ein gebührender Umtrunk mit den Gegnern an. Auch die Boßelfreunde der Männer I vom Nachbarn Mentzhausen, stießen nach ihrer Auswärtspartie noch hinzu. Der „dienstälteste“ Landesliga-Boßler der Männer I, der Kreuzmoorer Hinny Harms (58), ließ humorvoll die Saison Revue passieren. Harms: „Boßeln ist ein Sport für jung und alt“. Er vermerkte gleich mehrere Podest-Plätze bei den Kreuzmoorern. Ein Geheimnis sieht er in dem guten Zusammenhalt in den Mannschaften. Neben den Männern zeigten die Frauen I der Kreuzmoorer wieder ihre Konstanz in der Landesliga mit Platz 3 auf. Durch diese Platzierung, Platz 1 bis 3 in der Landesliga, messen sich die Frauen nun in der Finalrunde, übrigens bereits zum 8. Mal in der Finalrunde, mit den besten Ostfriesen. Hier sind die Kreuzmoorer Männer das 1. Mal vertreten.
Zwei Mannschaften – Frauen und Männer – aus einem Verein in der Finalrunde des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) vertreten, damit können in diesem Jahr nur die Kreuzmoorer aufwarten. Auch die Männer der Altersklasse III durften sich über die Meisterschaft freuen. Zum Abschneiden der Kreuzmoorer Männer I sagt der 54-jährige neue Vereinsvorsitzender Michael Backhaus: „Die mögliche Meisterschaft haben wir in Reitland aus den Händen gegeben“.
Nach dem 1 ersten Jahr als Mannschaftsführer meint Stefan Logemann (37): „Besser als erwartet, damit hat keiner gerechnet“. Der Vereinswirt Heinz-Hermann Jabben (73): „Das sind hundert Prozent. Wir haben alles erreicht.“
Regelmäßig in der Boßelsaison von Oktober bis März gehen vier Männer-, zwei Frauen-Teams, sowie drei Nachwuchsmannschaften auf die Boßelstrecke von „Jabben“ nach „Imken“ auf der Oldenbroker Straße. Tradition hat schon lange das Übungsboßeln der Senioren am Dienstagnachmittag.
