Cappeln - Spannende und knappe Spiele erlebten die Zuschauer in Cappeln bei der Vorrunde um den Volleyball-Landespokal. Die Cappelner siegten in ihrer Gruppe zunächst gegen die ersatzgeschwächt angetretene SG Emden/Hinte mit 2:0 Sätzen.

Der erste Abschnitt war für die Gastgeberinnen kein Problem und wurde sehr deutlich mit 25:8 gewonnen. Druckvolle Angriffe und Angaben ließen Emden/Hinte nie ins Spiel finden. Im zweiten Satz waren sich die Cappelnerinnen zu sicher und lagen daher schnell mit 7:12 zurück. Erst eine Auszeit brachte das Team aus Cappeln wieder auf die richtige Spur. Mit 25:15 wurde auch der zweite Satz sicher gewonnen.

Im anderen Spiel der Gruppe ließ die VG Delmenhorst/Stenum aus der Verbandsliga gegen den MTV Aurich nach gewonnenem ersten Satz die Zügel zu sehr schleifen und verlor nach 25:14 mit 15:25.

Im zweiten Vorrundenspiel gewann Delmenhorst mit 2:0 (50:40) gegen Emden/Hinte, während Cappeln 1:1 gegen Aurich (43:47) spielte. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale musste also in der letzten Runde fallen.

Cappeln und Delmenhorst benötigten jeweils einen 2:0-Erfolg, um sicher weiter zu kommen. Bei einem 1:1 konnte der MTV Aurich mit einem klaren Erfolg gegen Emden/Hinte sogar noch Gruppensieger werden. Da der MTV Aurich aber nur 1:1 im Derby gegen Emden/Hinte spielte, waren Delmenhorst und Cappeln bei einem 1:1 beide weiter. So spielte man dann auch mit 48:41 Punkten für Delmenhorst (25:16, 23:25). So ergab sich folgende Tabelle:

1. SV Cappeln 4:2 Punkte, 138:116 Punkte, 2. VG Delmenhorst/Stenum 4:2, 138:120, 3. MTV Aurich 3:3, 131:133, 4. SG Emden/Hinte 1:5, 111:221.

Da Cappeln vier Gegenpunkte weniger hatte und Gruppensieger wurde, spielte der Gastgeber im Halbfinale gegen die SG Ofenerdiek/Ofen und siegte mit 2:1 Sätzen (62:56 Punkte) knapp.

Im zweiten Halbfinale schlugen die Damen vom Oldenburger TB III die VG Delmenhorst/Stenum in der Verlängerung des Tiebreaks mit 2:1 (69:50)

Im Finale versuchten dann die Cappelner, die Endrunde zu erreichen, doch nach gewonnen ersten Satz mit 25:20 war die Luft raus und die Kondition nach den schweren Spielen am Ende. So qualifizierten sich die Oldenburgerinnen mit 25:13 und 15:9 für die Endrunde im Dezember.

Die Oldenburgerinnen starteten mit einer 0:2-Niederlage im Lokalderby gegen SG Ofenerdiek/Ofen und hatten Glück, im zweiten Spiel gegen den neu formierten Verbandsligisten Arminia Rechterfeld den zweiten Satz mit 28:26 nach großem Rückstand doch noch zu gewinnen.

Im dritten Spiel ließ der OTB der konditionell sehr abbauenden Mannschaft des VfL Oythe III mit 2:0 (50:22) keine Chance. Durch die Schützenhilfe der Rechterfelder, die gegen die SG einen Satz holten, wurde Oldenburg dann Gruppenerster:

1. Oldenburger TB 4:2, 144:117, 2. SG Ofenerdiek/Ofen 4:2, 139:134, 3. SV Arminia Rechterfeld 2:4, 116:133, 4. VfL Oythe III 2:4, 144:117.

Der SV Cappeln scheint trotz der verpassten Endrundenteilnahme gut gerüstet zu sein für die kommende Saison. Die Bewegung auf dem Feld und die mannschaftliche Geschlossenheit sind gut. Die Mannschaft darf nur bei deutlichen Führungen nicht überheblich werden und muss konzentriert weiterspielen. Die fehlende Kondition im Endspiel war auch dem Spielplan geschuldet.

Die Cappelnerinnen hatten in der ersten Runde Pause und mussten danach bis zum Endspiel durchspielen, der Endspielgegner Oldenburg machte zuerst zwei Spiele und hatte dann seine Ruherunde.