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Fußball SV Gödens holt sich den Kreispokal

Cäciliengroden - Premieren-Jubel in Cäciliengroden: Die Spielvereinigung Gödens hat sich erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Kreispokal des Fußballkreises Friesland gesichert. Die Elf von Trainer Mario Ahlrichs setzte sich am Sonnabend in einem umkämpften Finale mit 5:3 nach Elfmeterschießen gegen Ligarivale SG Wangerland durch und sorgte für einen versöhnlichen Abschluss einer ansonsten völlig verkorksten Kreisliga-Saison. In der regulären Spielzeit waren keine Tore gefallen, auch wenn beide Teams zu einigen Einschussmöglichkeiten kamen.

Lob an Trainer

„Das ist absolutes Neuland für uns, umso mehr freuen wir uns, dass wir den Kreispokal zum ersten Mal nach Gödens holen konnten“, sagte SVG-Teammanager Lutz Hagestedt nach der Siegerehrung durch Heinz Lange, Vorsitzender des Fußballkreises, sowie Pokalspielleiter Ludger Petroll. „Neben den Spielern gilt vor allem unserem Trainer ein großes Lob. Mario hat die Mannschaft super eingestellt.“

In der Tat hatten die Gödenser besser in die Partie gefunden und begannen sehr druckvoll. In der 8. Minute scheiterte Dirk Harms mit einem gefühlvoll gezirkelten Freistoß aus 18 Metern nur denkbar knapp, weil FCN-Keeper Tobias Reuß den Ball akrobatisch aus dem Winkel fischte und noch an die Latte lenken konnte.

Die Wangerländer setzten derweil mit Unterstützung des Rückenwindes immer wieder auf lange Bälle in die Spitze auf die beiden schnellen SG-Angreifer Benjamin Tiegges und Ingo Weiß. Als SVG-Spieler Timo Hinrichs nach einem rüden Foul außerhalb des Platzes behandelt (und kurz darauf mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im Fuß ausgewechselt) werden musste, hatten die Wangerländer in Überzahl ihre erste Großchance. Doch drosch Henrik Möllmann den Ball aus kurzer Distanz über das Tor (26.).

Auch nach der Pause hatten die Gödenser zwar mehr Ballbesitz, doch waren die Spieler von SG-Trainer Frank Weyerts bei Kontern stets gefährlich. Die beste Chance zum Führungstreffer hatte bei Gödens Kevin Schwierzy, als er im Strafraum zunächst abgeblockt wurde, im zweiten Versuch aus der Drehung aber SG-Torhüter Reuß mit seinem Schuss bereits überwunden hatte, doch rettete Wangerlands Enno Werdemann in höchster Not kurz vor der Torlinie mit einer Grätsche.

Rudelbildung

Nachdem auch in der zweiminütigen Nachspielzeit kein Treffer auf beiden Seiten mehr gefallen war, pfiff Schiedsrichter Tobias Zunker die Partie ab – und es wurde urplötzlich hektisch und unschön. Unmittelbar nachdem der Pfiff erfolgt war, gerieten zwei Zuschauer am Spielfeldrand aneinander. Es folgte eine Rudelbildung an der Seitenlinie mit Akteuren beider Teams, bei der es neben verbalen Entgleisungen auch zu Handgreiflichkeiten kam. Die Folge war eine Rote Karte für Carsten Schütze (Gödens) und Torben Wehmeyer (Wangerland).

Als sich die Gemüter wieder beruhigt und beide Trainer ihrer Elfmeterschützen benannt hatten, wurde es noch einmal spannend. Bis zum 4:3 verwandelten die Schützen beider Teams jeweils sicher. Dann scheiterte Wangerlands Tobias Schmidt am Gödenser Schlussmann Mohamed Akacha. Danach behielt SVG-Spieler Kevin Jahn bei seinem Versuch die Nerven und schoss die Gödenser Mannschaft in die Pokal-Glückseligkeit.

„Natürlich hätten wir dieses spannende Finale lieber in der regulären Spielzeit entschieden, leider fehlte uns dazu etwas die Entschlossenheit vor dem Tor“, bilanzierte Hagestedt. „Dennoch haben wir, auch wegen eines Chancenverhältnisses von 7:5, verdient gewonnen und wollen in der kommenden Spielzeit wieder neu angreifen. Noch eine solche Grottensaison möchte ich in Gödens nicht erleben.“

Großes Geschenk

Derweil zeigte sich Wangerlands scheidender Trainer auch stolz auf seine SG-Mannschaft, die ihm mit dem Pokaltriumph allzu gerne ein großes Abschiedsgeschenk gemacht hätte. „Für mich war es schon ein großes Geschenk, dass wir überhaupt ins Finale gekommen sind“, betonte Weyerts mit Blick auf den ersten Finaleinzug einer SG-Elf in der Geschichte des Kreispokals. „Daher bin ich überhaupt nicht enttäuscht, dass wir nach einem ausgeglichenen Endspiel im Elfmeterschießen kein Glück hatten. Die Jungs, die sich das Finale nach vier tollen Jahren, die ich mit ihnen erlebt habe, redlich verdient hatten, haben im Endspiel noch einmal mit viel Herzblut agiert.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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