Oldenburg - Der Frust in beiden Fan-Lagern ist groß: Auch das zweite Regionalliga-Derby zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen findet wochentags statt. Nachdem schon das Hinspiel im Marschwegstadion (2:0 für den VfB) an einem Mittwoch ausgetragen worden war, wurde nun das Rückspiel im Emsland vom Sonntag, 11. Februar, auf Mittwoch, 7. Februar (19.30 Uhr), verlegt. Ein Hochrisikospiel und der Karneval seien die Gründe, wie Florian Niemeyer aus dem Einsatzbereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim auf Nachfrage unserer Redaktion am Montag erklärte.
Die Deutsche Fußball-Liga habe am 11. Februar das Zweitliga-Hochrisikospiel zwischen dem VfL Osnabrück und Hansa Rostock angesetzt. „Deswegen stehen an diesem Tag nicht genug geschlossene Einheiten zur Verfügung, um das Derby in Meppen zu sichern“, sagte Niemeyer. Die nächste Überlegung, das Spiel auf den Samstag vorzuverlegen, musste ebenfalls schnell wieder verworfen werden. „Es ist das Karnevalswochenende. Es gibt diverse große Umzüge, auch da können wir keine Parallelveranstaltung im Fußball machen“, betonte Niemeyer. Da diese Umzüge bereits am frühen Samstagmorgen beginnen, falle aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten auch der späte Freitagabend als Spieltermin weg.
„Es ist schade. Es ist sicher nicht der Wunschtermin der Fans und auch nicht unser“, zeigte Niemeyer durchaus Verständnis. Man habe auch angefragt, ob es noch ein freies Wochenende im Regionalliga-Spielplan gebe. Aufgrund der vielen Nachholspiele – die Meppener haben noch vier, der VfB „nur“ zwei – sowie des Landespokal-Finals am Osterwochenende, bei dem der SV Meppen Gastgeber ist, sei dies allerdings nicht der Fall. Das Derby sei überdies erst um 19.30 Uhr angesetzt worden, weil ein Anpfiff beispielsweise schon um 18 Uhr für Arbeitnehmer noch unglücklicher gewesen wäre.
