Bevern/Altenoythe - Manchmal kann man sich auch selbst noch positiv überraschen: „Mit so einem Ergebnis hatten wir nicht gerechnet“, sagte Sebastian Hüstege, Co-Trainer des SV Bevern, nachdem die Gelb-Schwarzen am Sonntag zu Hause den SV Altenoythe mit 6:0 (3:0) bezwungen hatten. „Unsere gesamte Mannschaft war heute stark“, sagte Hüstege, räumte aber auch ein: „SVA-Torwart Joscha Wittstruck musste nach dem Aufwärmen passen und sein Vertreter Michael Norrenbrock spielte, das hat uns schon ein wenig in die Karten gespielt.“

Und wenn ein Team stark spielt und ihm dann auch noch in die Karten gespielt wird, hat es letztendlich leichtes Spiel. So gingen die Beverner im Verfolgerduell auch deshalb schon in der elften Minute in Führung, weil Damian Cuper nach einer Ecke unglücklich agierte: Er legte den Ball beim Versuch zu klären Felix Jansen auf, der zum 1:0 einschoss. „Das war schon ein kurioses Tor“, sagte Hüstege.

Umso eindrucksvoller vorbereitet war dafür der zweite Beverner Treffer: Piet Risse zog ein tolles Tempodribbling an, um den Ball schließlich von links in den Lauf Jansens zu spielen. Der lief noch ein paar Meter und schob den Ball dann an Norrenbrock vorbei zum 2:0 ins Gästegehäuse (27.).

Nur zwei Minuten später klingelte es schon wieder im Altenoyther Kasten: Sebastian Sander zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern halblinker Position in den Winkel des Altenoyther Tores.

Doch alles lief für Coach Matthias Risse und sein Team dann doch nicht glatt: In der 32. Minute verletzte sich Efthimios Stoimenou. Er musste das Feld mit Verdacht auf Muskelfaserriss verlassen. Und fortan lief es für die Hausherren nicht mehr so gut: Beinahe hätten die Altenoyther sogar doch noch mal für Spannung gesorgt: In der 44. Minute flankte Philipp Menke von rechts, und Stefan Langliz kam am langen Pfosten frei zum Schuss – Johannes Stagge konnte gerade noch auf der Torlinie retten.

Nach der Pause gaben dann aber wieder die Beverner Gas – und nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff war die Partie entschieden: Einen Freistoß Jannis Wichmanns hatte Norrenbrock abklatschen lassen, und Sander staubte zum 4:0 ab (51.).

Und weil schon alles auf Altenoyther Seite schiefging, musste dann auch noch ein Eigentor folgen: Nach einer Stunde bugsierte Menke, allerdings bedrängt von Manuel Janzen, eine Flanke Jakub Bürkles ins eigene Tor. Arthur Janzen sorgte schließlich für den Schlusspunkt: Henning große Macke ließ eine Flanke Risses geschickt durch, und Janzen vollendete (78.).

Dabei hatte das Wochenende so gut für die Altenoyther – und zwar mit dem 4:0-Auswärts-Erfolg im Ü-32-Kreispokalfinale gegen die SG Bösel/Thüle – begonnen. Das Spiel in Bevern dürfte dagegen jetzt schon einen Platz in der Liste der Saison-Tiefpunkte der Hohefelder sicher haben.

Tore: 1:0, 2:0 Jansen (11., 27.), 3:0, 4:0 Sander (29., 51.), 5:0 Menke (60., Eigentor), 6:0 A. Janzen (78.).

SVB: Puncak - T. gr. Macke, Stagge, Wichmann, Bürkle, Jansen (58. Diedrich), Stoimenou (32. M. Janzen), H. gr. Macke, Schulte, Risse, Sander (58. A. Janzen).

SVA: Norrenbrock - D. Cuper, Speckmann, P. Cuper, von Handorf, M. Brünemeyer, Steenken (58. Lukas), Menke, S. Brünemeyer, Langliz, Lübbehüsen (58. Stüttelberg).

Sr.: Niklas Günther (Oldenburg).

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)