Oldenburg - Nach starkem Saisonstart überwintert Tischtennis-Oberligist von SWO nun doch auf einem Abstiegsplatz. Gegen zwei direkte Konkurrenten holten die Oldenburger am Wochenende nur einen Punkt, bleiben aber zumindest auf Tuchfühlung zu Relegationsrang acht. Einem 8:8 beim SC Marklohe folgte ein 4:9 beim VfL Westercelle. „Insgesamt ist ein Punkt zu wenig“, meinte Johannes Schnabel: „Wenn man gegen die direkte Konkurrenz patzt, werden die anderen guten Ergebnisse abgewertet.“

SC Marklohe - SW Oldenburg 8:8. Im ersten Duell erwischte der Aufsteiger einen guten Start. Nach zwei Siegen in den Doppeln blieben oben Andre Stang und Hendrik Z’dun zwar gegen Ex-SWO-Spieler Jan Mudroncek und Nikolai Marek ohne Sieg, doch die Mitte punktete mal wieder. Nico Schulz und Benjamin Ohlrogge setzten sich jeweils in fünf Sätzen gegen Andre Kamischke und Sebastian Tinzmann durch.

Heye Koepke ließ im unteren Paarkreuz Olaf Mindermann nicht ins gewohnte Blockspiel kommen, und Johannes Schnabel gewann in fünf Sätzen gegen Sicherheitsspieler Dennis Lau.

Nach der 6:3-Führung blieben die Oldenburger in der zweiten Einzelrunde oben erneut ohne Sieg. In der Mitte holte Marklohe diesmal beide Punkte. Dabei unterlag Schulz gegen Tinzmann im fünften Satz 10:12. Schnabel und Koepke brachten die Gäste aber mit zwei Siegen vor dem Enddoppel in Front, doch Stang/Schnabel unterlagen Marek/Kamischke 1:3. „Vorher wäre ein Punkt in Ordnung gewesen“, fand Schnabel, „aber nach einem 6:3 müssen wir gewinnen.“ Es punkteten Stang/Schnabel, Z’dun/Koepke, Ohlrogge, Schulz, Schnabel (2) und Koepke (2).

VfL Westercelle - SW Oldenburg 9:4. Beim Ortsteilclub aus Celle wäre für die Gäste eine Führung nach den Doppeln durchaus möglich gewesen: Stang und Schnabel setzten sich klar gegen Westercelles Doppel zwei durch. Schulz und Ohlrogge führten gegen das Einserdoppel Lukas Brinkop/Andres Oetken bereits mit 6:3 im fünften Satz, verloren aber noch 9:11.

Im Einzel gerieten die Oldenburger schnell deutlich ins Hintertreffen. „Leider haben unser oberes Paarkreuz und Nico Schulz nicht ihren besten Tag erwischt“, bedauerte Schnabel, der wie Koepke erst an die Reihe kam, als Westercelle schon auf 6:1 davongezogen war.

Wieder bestätigten sie, dass SWO aufgrund der ausgeglichenen Mannschaft das beste untere Paarkreuz der Liga stellen kann. Mit zwei Dreisatzerfolgen schraubten Koepke (gegen Jannik Weber) und Schnabel (gegen Laurids Wetzel) ihre Einzel-Bilanzen in dieser Saison auf 10:1 beziehungsweise 12:2 Siege.

In der zweiten Einzelrunde punktete allerdings nur noch Ohlrogge gegen Christoph Bruns, so dass die Gastgeber gewonnen hatten, bevor das untere Paarkreuz noch einmal zum Zuge kam. Somit blieb es bei den Punkten durch Stang/Schnabel, Ohlrogge, Schnabel und Koepke.

In der Rückrunde muss die Reihenfolge der Spieler nun neu gemischt werden. Nach jetzigem Stand macht der 13-jährige Koepke, der mittlerweile die meisten TTR-Punkte im Verein aufweist, den Sprung ins obere Paarkreuz.