Oldenburg - Gut erholt von der herben 2:9-Heimpleite in der Vorwoche gegen Torpedo Göttingen haben sich die Tischtennis-Spieler von SWO gezeigt. Der Oberliga-Aufsteiger aus Oldenburg sorgte mit einem Remis beim TSV Hagenburg für eine Überraschung und sammelte durch das 8:8 einen weiteren Zähler gegen den Abstieg.
„Vor der Partie hätte ich auf ein Unentschieden nur bei perfektem Spielverlauf gehofft“, erklärte Johannes Schnabel. „Aber im Nachhinein wäre sogar ein 9:7 drin gewesen“, ergänzte der SWO-Mannschaftsführer, war aber nichtsdestotrotz zufrieden: „Das war eine sehr gute Leistung und ein wichtiger Punkt.“
Hagenburg setzt auf den drei Spitzenpositionen auf drei starke Litauer. Gintautas Juchna, amtierender Vize-Weltmeister der Gehörlosen, hatte in der vergangenen Saison die beste Bilanz der Liga gespielt (32:3 Siege im Einzel).
SWO baute daher vor allem auf Punkte im Doppel sowie im Einzel gegen die Spieler an den Positionen vier bis sechs: Daniel Argut, Nils Bleidistel und Daniel Degener. Dieser Plan ging allerdings zu Beginn nicht auf. Nur das neu formierte Dreierdoppel aus Andre Stang und Heye Koepke punktete. Nico Schulz und Johannes Schnabel ließen beim 2:3 gegen Rimas Lesiv und Bleidistel zwei Matchbälle ungenutzt.
Im Einzel lief es aber ideal für die Gäste. Zwar war in der ersten Einzelrunde gegen Juchna, Lesiv und Andrius Preidzius kein Kraut gewachsen, so dass Hagenburg mit 5:1 in Front ging. Benjamin Ohlrogge, Johannes Schnabel und der 13-jährige Koepke hielten SWO aber im Spiel.
Die zweite Einzelrunde begann mit der erwarteten Niederlage von Stang gegen Juchna, ehe Hendrik Z’dun das entscheidende „Break“ gegen Lesiv gelang. Der SWO-Zugang machte es nach einer 9:3-Führung im fünften Satz zwar noch spannend, holte nach dem 9:9 aber die nächsten beiden Punkte und damit seinen vierten Saisonsieg.
Ohlrogge musste sich zwar noch Preidzius geschlagen geben, doch die ausgeglichener besetzten Oldenburger zeigten an den hinteren Positionen wieder ihre Stärke und machten aus einem 5:7 ein 8:7. Im Enddoppel gab es für Schulz und Schnabel gegen Juchna und Preidzius (mit 21:3 Siegen das beste Oberliga-Doppel der Vorsaison) jedoch nichts zu holen.
Bei einer Bilanz von 32:28 Sätzen für Hagenburg konnten die Oldenburger mit dem 8:8 trotz der vergebenen Matchbälle im ersten Doppel gut leben. Für SWO punkteten Stang/Koepke, Z’dun, Ohlrogge, Schulz, Schnabel (2) und Koepke (2).
