Steffi Nerius wurde 2009 Weltmeisterin im Speerwurf. Die 43-Jährige war Schirmherrin beim Nachwuchsförderpreis für junge Leichtathleten.

Frau Nerius, welche Vorbilder hatten Sie früher als junges Talent?

Steffi NeriusIch hatte nicht das eine Vorbild, sondern mehrere Idole in verschiedenen Sportarten. Ich habe früher auch Volleyball gespielt. Für mich stand neben den Erfolgen auch immer die Persönlichkeit der Sportler im Vordergrund.

Was braucht ein junger Sportler, um es ganz nach oben zu schaffen?

NeriusTalent allein reicht nicht. Es bedarf auch akribischer Arbeit. Ich habe selbst viel und hart trainiert, aber man muss dabei auch auf seine Gesundheit achten. Zudem muss man Ziele vor Augen haben, und die müssen realistisch sein. Nicht jeder schafft den Durchbruch.

Sie arbeiten in Leverkusen als Trainerin. Welche Rolle spielt der Coach?

NeriusDas ist doch klar: Im Erfolgsfall lag es am Sportler, bei Misserfolg ist der Trainer schuld. Aber im Ernst: Ein gutes Trainerteam ist enorm wichtig. Daher ist es gut, dass hier auch die Übungsleiter ausgezeichnet worden sind.