Oldenburg - Nach dieser Nervenprobe musste Artur Gacaev erst einmal tief durchatmen. 45 Minuten lang hatte seine Mannschaft sich gegen die Phoenix Hagen Juniors gegen das Ausscheiden aus den Playoffs der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) gestemmt und ihrem Trainer dabei sogar fünf Extraminuten abverlangt.
Doch die enorme Anspannung hat sich gelohnt: Nach dem 64:54 (48:48)-Erfolg am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Haarenufer sind die U-19-Junioren der Baskets Akademie mit 2:1 Siegen ins Viertelfinale eingezogen. Dort geht es erst in drei Wochen gegen die Young Rasta Dragons.
Basketballerische Feinkost hatten die Oldenburger den etwa 150 Zuschauern am Haarenufer zumindest in den ersten 40 Minuten nicht zu bieten. Mit viel Kampf, aber auch Krampf wollten beide Kontrahenten das frühe Ausscheiden unbedingt verhindern. Wie schon in den vorigen zwei Partien der Serie lagen die Wurfquoten beider Teams weit unter dem normalen Durchschnitt.
„Wir haben wirklich nichts getroffen – auch wenn wir frei geworfen haben“, musste Trainer Gacaev eingestehen. Allerdings ging es den Hagenern genauso. „Das lag an unserer guten Defense“, meinte Gacaev.
Eine weitere Geschichte, die sich wiederholte, war das schwache Auftreten der „Akademiker“ im ersten Viertel. Abermals lagen sie nach zehn Minuten zurück – 9:14 lautete der Spielstand aus Sicht der Oldenburger. Umso beeindruckender war dann das Auftreten in Abschnitt zwei, den Topscorer Christoffer Isensee (14 Punkte) und seine Mannschaft mit 18:6 gewannen.
Nach der Halbzeitpause konnten die Gastgeber allerdings nicht an diese gute Leistung anknüpfen. Abermals übernahmen die körperlich stärkeren Hagener, die nur mit neun Spielern angetreten waren, die Kontrolle und holten sich die Führung zurück. Es dauerte bis ins Schlussviertel, bis sich die Oldenburger wieder fingen. Durch ihre aggressive Verteidigung erzwangen sie insgesamt 30 Ballverluste und unterbanden damit den Spielaufbau der Phönixe.
So hatten sie im letzten Angriff der regulären Spielzeit durch Jacob Hollatz sogar die Chance zum Siegtreffer – der Aufbauspieler vergab allerdings. „Wir haben uns trotz schlechter Phasen nie aufgegeben. In der Verlängerung haben die Jungs das dann gut gemacht und konzentriert gespielt“, pustete Gacaev nach der spannenden Schlussphase einmal kräftig durch.
Baskets Akademie: Isensee 14 Punkte/3 Dreier, Alban 12/1, Cöster 11/1, Hollatz 11, Niehus 7/1, Papenfuß 4, Hopp 3/1, Bruns 2, Braimoh, Rouiller, Niemann, Röglin.
