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Sportlerwahl Talente liefern schlagkräftige Argumente

Magnus Horn

Oldenburg - Dass der Oldenburger Sport sich nicht nur auf Basketball, Fußball, Handball & Co. beschränkt, haben die drei Kandidaten in der Kategorie Nachwuchssportler, mit der die Vorstellung aller Kandidaten abgeschlossen wird, 2014 deutlich gemacht: Marcus Elster (Oldenburger Ruderverein), Moritz Farchmin (Seikenjuku Oldenburg) und Kitesurfer Jannis Maus.

2014 ungeschlagen

„Ich bin gerade ein bisschen durcheinander, ich komme direkt vom Ergometer“, sagt Marcus Elster, zu Beginn des Gespräches mit der NWZ. Doch das derzeit achtmalige Training in der Woche zahlt sich aus. Beim Baltic Cup 2014 in Dänemark, einem Vergleichswettkampf der Ostseeländer, starteten er und sein Partner Jan Hennecke aus Lingen in der Altersklasse U 19 und damit gleichbedeutend über die olympische Distanz von 2000 anstatt der 1500 Meter. Auf Anhieb hat es mit dem Sieg geklappt. „Das hatte ich überhaupt nicht erwartet. Eigentlich wollten wir das nur mal ausprobieren, aber es lief ja ganz gut“, sagt Marcus lächelnd. Zuvor waren die beiden im schweren U-17-Doppelzweier bereits Deutscher Meister geworden. Marcus selbst verlor im U-17-Einer der Leichtgewichte unter 65 Kilogramm 2014 kein einziges Rennen und wurde somit zwangsläufig auch hier Deutscher Meister.

Für 2015 erhofft sich der 17-Jährige, in der Rangliste der U 19 „vorne mit dabei zu sein“ und darüber auch die Qualifikation zur WM zu schaffen. Die Nominierung zur Sportlerwahl kam für ihn überraschend. „Eigentlich wusste ich gar nichts davon, aber das ist cool“, freut sich ein ausgelaugter aber gut gelaunter Marcus Elster.

Vize-Europameister

Moritz Farchmin betreibt sicherlich die außergewöhnlichste Sportart der 25 Nominierten: Kendo. In dem von den japanischen Samurai stammenden Schwertkampf, bei dem mit einem Bambusschwert, dem sogenannten Shinai, gekämpft wird, wurde der 17-Jährige bei der U-18-Europameisterschaft 2014 Vierter im Einzelwettkampf und holte mit dem Team die Silbermedaille.

„Das war ziemlich cool. Wir waren die erste Jugendnationalmannschaft, die so weit gekommen ist“, berichtet Moritz stolz und misst diesem Erfolg deutlich mehr bei als seinen Titeln auf niedersächsischer und nationaler Ebene.

Bei einem Vier-Länder-Kampf in Finnland gelang ihm zudem der zweite Platz im Einzel und der erste Platz im Team-Wettbewerb. Ein Duell seiner Mannschaftskollegen dauerte 45 Minuten – normalerweise sind es durchschnittlich drei bis fünf. Da aber kein gültiger Punkt durch einen Treffer oder ein anderes Kriterium erzielt werden konnte, wurde so lange weitergekämpft, bis der entscheidende und gültige Schlag gesetzt werden konnte.

So unüblich das war, so überraschend ist jetzt die Nominierung für Moritz. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Aufmerksamkeit bringt“, freut sich der 17-Jährige über Werbung für seinen Sport.

Weltenbummler

Die Erfolge von Jannis Maus in 2014 sollten nicht nur in der Szene des Kite-Surfens bekannt sein. Der ansonsten eher im Race – einem Dreiecks­parcour, bei dem es um Schnelligkeit und die richtige Taktik geht – beheimatete 18-Jährige startete zum ersten Mal im Slalom der Männer und wurde prompt Vierter beim Weltcup in St. Peter-Ording. „Das war völlig überraschend für mich“, sagt der Abiturient. „Wegen des Lernens für das Abitur konnte ich nicht so viel trainieren, deshalb bedeuten mir die Erfolge noch mehr“, erklärt er.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Race wurde er „sensationell“ Zweiter und musste sich nur Florian Gruber – seines Zeichens Weltmeister – geschlagen geben. „Dieses Jahr will ich da natürlich wieder angreifen“, sagt der Oldenburger. Auch WM und EM stehen auf seiner Agenda 2015.

Jannis treibt es neben dem Training in Hooksiel in die weite Welt hinaus. Regelmäßig verbringt er seine „Kite-Urlaube“ in Italien oder Spanien. Anfang des Jahres konnte er sich durch die Arbeit als Skilehrer einen einmonatigen Aufenthalt auf Hawaii erlauben. Die Sport-Gala am 13. April, bei der die Sieger der Wahl gekürt werden, lässt sich der lässige 17-Jährige aber natürlich nicht entgehen.

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