Herr Held, die Baskets Akademie/OTB ist in der abgelaufenen Saison in der drittklassigen ProB mit vielen Talenten zum zweiten Mal in Serie Meister geworden. Wie sind diese Erfolge einzuschätzen?

Ralph Held (57)Es ist zunächst festzuhalten, dass dies das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Baskets Akademie war. Im bundesweiten Vergleich ist unsere Nachwuchsarbeit ganz oben anzusiedeln. Man kann also erkennen, dass wir einen sehr guten Weg gehen.

In dem gerade erneut zum „Youngster der ProB-Saison“ gewählten Dominic Lockhart sowie Jan Niklas Wimberg kamen zwei vielversprechende Spieler aus dem ProB-Kader auch in der Bundesliga zum Einsatz. Wie steht es um ihre Entwicklung?

HeldDie beiden Spieler haben sich extrem verbessert. Sie müssen jetzt den nächsten Schritt gehen und weiterhin daran arbeiten, sich auch in der Bundesliga zu etablieren.

Lockhart und Wimberg waren absolute Leistungsträger in der ProB. Wenn sie jetzt in die Bundesliga aufsteigen, wie wird das neue Team aussehen?

HeldWir werden uns treu bleiben und die Mannschaft wieder mit jungen Spielern besetzen. Dabei ist klar, dass es zunächst einen Schnitt gibt und wir noch einmal jünger werden. Aber der Teamerfolg ist nicht unsere primäre Aufgabe, sondern die Spieler bestmöglich zu entwickeln.

Neben Spielern werden auch Trainer bei der Baskets Akademie ausgebildet. So übernahm Ihr Sohn Christian Held (26) das ProB-Team kurz vor den Playoffs und holte den Titel .  .  .

HeldWichtig ist herauszustellen, dass Christian die Mannschaft nicht alleine betreut hat, sondern alle Akademie-Trainer ihren Anteil an der Entwicklung haben. Das Geheimnis des Erfolges ist unser System, an dem alle Coaches beteiligt sind.

Der vorherige Trainer Mladen Drijencic wird nicht mehr in die ProB zurückkehren und hat einen Vertrag bei den EWE Baskets unterzeichnet. Wird Christian Held das Team auch in der nächsten Saison betreuen?

HeldEr hat eindrucksvoll gezeigt, dass er die Mannschaft führen kann. Es ist Teil unseres Konzepts, jungen Trainern Verantwortung zu übertragen. Wir haben als erster Verein in Deutschland unsere Trainer selber ausgebildet: Sie konnten dabei zusätzlich Erfahrungen über Hospitationen bei anderen Vereinen und am College sammeln. Christian bringt in jedem Fall die nötige Qualität und Erfahrung mit.

Welche Perspektiven hat die Jugendarbeit in Oldenburg, und was kann noch besser werden?

HeldEs ist immer unsere Aufgabe, kritisch zu bleiben und uns zu hinterfragen. In Anselm Hartmann, Paul Albrecht und Kevin Smit sowie Lockhart und Wimberg haben wir in den vergangenen Jahren viele Talente hervorgebracht. Wir wollen vor allem die Anbindung an den Bundesliga-Bereich verbessern. Unsere Arbeit muss darin münden, dass die Spieler ganz oben ankommen. Zudem wird die geplante Einführung einer Grundschulliga in Oldenburg helfen, um den Breitensport zu entwickeln und die Basis zu stärken.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz