Jever - Die Talfahrt von Tischtennis-Landesligist MTV Jever II hält an. Beim 4:9 im Kellerduell mit dem SV Concordia Belm-Powe verpassten die Marienstädter in heimischer Halle den erhofften Befreiungsschlag – stattdessen zogen die Gäste aus der Nähe von Osnabrück mit ihrem zweiten Saisonsieg an der MTV-Reserve vorbei.

Bereits in den Doppeln hatten die abermals ohne den etatmäßigen Einser Björn Lessenich angetretenen Jeveraner erhebliche Probleme: Florian Paffe/Cedric Meißner agierten trotz großer Gegenwehr glücklos gegen Jakob Schütz/Garret Hogg und unterlagen in fünf Sätzen. Christian Melser/Timo Volkert kamen gegen Udo Schäffold/Ali Humair indes nur zu einem Satzgewinn. Jevers nominelles Spitzendoppel Kristof Sek/Alexander Janssen musste gegen Simon Wächter/Axel Kuhnert gar ein glattes 0:3 quittieren.

Im Einzel wusste Sek dann aber zu überzeugen: Gegen Jakob Schütz, Spitzenspieler der Concorden und einer der Besten der Landesliga, geriet der 3:0-Sieg des 15-jährigen Jeveraners nie in Gefahr. Auch Belms Zweier Simon Wächter musste die spielerische Überlegenheit des MTVers anerkennen (3:1).

Pfaffe kämpfte derweil engagiert gegen Wächter und Schütz, musste aber seinem Trainingsrückstand Tribut zollen und blieb ohne Satzgewinn. In der Mitte begann Janssen stark gegen Garret Hogg, ging 2:0 in Front, verlor am Ende aber mit 2:3. Dafür war Jevers Kämpfernatur gegen Belms zweiten Linkshänder Axel Kuhnert zur Stelle und bezwang den starken Aufschläger in vier Durchgängen.

Mesler indes ist weiter auf der Suche nach seiner Normalform. Auch gegen Belms Kuhnert spielte Jevers Youngster auf Augenhöhe, um am Ende doch wieder knapp zu verlieren. Gegen Hogg zog er trotz ansprechender Leistung mit 1:3 den Kürzeren. Volkert hatte zu dem Zeitpunkt schon sein zweites Einzel gewonnen. Doch Cedric Meißner kam mit den Angriffsaktionen des wieselflinken Schäffold nicht zurecht (0:3).

Die bessere Mannschaft hat sich somit am Sonnabend verdient durchgesetzt. „Durch die MTV-Reserve muss ein Ruck gehen, sollen in den letzten drei Hinrundenpartien noch Punkte eingefahren werden“, gibt MTV-Sprecher Malte Stickel die Marschroute vor. Vielleicht kann Jevers Urgestein Lessenich diesen Ruck herbeiführen: Er wird nun zur Mannschaft stoßen und die Zweite bei den letzten Spielen an eigenen Tischen gegen Osnabrück, Lutten und in Warsingsfehn anführen.